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Das neue Jacket von Seac Sub ist ein Auftriebskörper mit Spaßfaktor.

Das neue Jacket von Seac Sub ist ein Auftriebskörper mit Spaßfaktor. © Foto: J. Singer

Test: Seac Sub Sherpa

Seac Sub hat mit seinem „Sherpa“ einen neuen Lastenträger entwickelt. Neben knapp 20 Liter Auftrieb bringt das Jacket viele neue Features mit.

Sherpa, das ist ein Lastenträger. Und das soll wohl auch Seac Subs Anspruch an das neue Wing-Jacket sein. Zunächst steht fest: Es ist groß, sehr wuchtig, aber aufgrund einer weichen Polsterung und Kunststoff angenehm bequem zu tragen. Und sogar noch recht leicht: Knapp vier Kilo bringt es auf die Waage, gefühlt aber etwas weniger. Kein klassisches Reisejacket mehr vom Gewicht, klar. Aber ein Lastentier verlangt ja nach anspruchsvolleren Aufgaben. Hierfür spendiert Seac Sub ein Bleisystem, ein baugleiches „Q&S“-System,  das nahe an der Perfektion arbeitet und jetzt mehr Gewichte trägt. Es sicher eines der besten Bleitaschensysteme im Sporttauchbereich. In den kleinen Größen (S bis M) schafft es pro Tasche gut vier Kilo, ab Größe L dann sechs. Macht acht oder zwölf, im Katalog scheint hierzu ein Fehler zu sein, da nur von je vier Kilo gesprochen wird. Den Wert will Seac Sub aber offenbar korrigieren.

Seac Sub bietet Jacket mit Spaß-Faktor

Wem das nicht reicht, gerade im See mit Trocki & Co., der kann sich noch an den Trimmbleitaschen bedienen, die bereits im Lieferumfang enthalten sind. Neu ist auch die Blase, die sich seitlich um die Flasche schmiegt. Das schafft nicht nur unter Wasser eine strömungsgünstige Position, es fügt sich auch perfekt an der Flasche an und hält diese im Rückenbereich fest und kompakt. Was neben der sehr guten Ausführung aus dem 1000-Denier-Cordura auffällt, ist, dass Seac Sub auch viele Kleinigkeiten dazu gibt: Notfall-Signalpfeife, große Taschen, Stahl-D-Ringe an Brust und Tasche, langes Band für den Schnellablass. Alles ist solide verbaut und macht einen sehr guten Eindruck – aber das darf man von Seac-Subs-Kaltwasserjackets schon länger behaupten. Es reiht sich ein in die Modell-Linie „Nick“ & Co. Alles großartige Jackets. Wer mit dem „Sherpa“ taucht, dem fällt weniger seine Lastkraft auf als vielmehr der Umstand, dass das neue Wing richtig gut sitzt. Der Harness lässt sich gut verstellen, die Polsterung ist angenehm und die Rucksackvergurtung bringt richtig Spaß, weil das Jacket nicht pendelt, sondern straff anliegt. Zusammen mit einem griffigen Inflator und dem tollen Bleisystem, steht fest: Wäre das „Sherpa“ ein Esel, es könnte bequem viel tragen, ohne störrisch zu sein. In diesem Sinne: Wir drehen noch eine Runde. Alexander Krützfeldt

Video: Seac Sub Sherpa im Test 

Produktmerkmale: Seac Sub Sherpa

Typ: Wing
Material: 1000er-Denier-Cordura/420er-Denier-Nylon
Größen: S–XXL
Gewicht: 4 Kilo
Max. Auftrieb: circa 24 Liter (Größe L)
Doppelflaschentauglich: nein
Tragegriff/Fangschlaufe: ja
Anzahl D-Ringe: 5
Taschen: ja
Bleikapazität: bis 12 Kilo
Trimmblei: ja
Preis: 529 Euro
www.seacsub.de

TAUCHEN meint:

Ein Jacket, das hervorragend für Sporttaucher hierzulande geeignet ist. Seac Sub hat einen tollen Job gemacht!

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