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Neue 3D-Karten bei Reef Interactive

Die Taucher App „Reef Interactive“ präsentiert zwei spektakuläre neue Highlights: die Wracks der „Dunraven“ und der „Salem Express“ im Roten Meer. Die Tauchspots wurden mit modernster Unterwasser-Vermessungstechnologie vermessen, anschließend hat man die Daten für die interaktive Nutzung durch Taucher wirlichkeitsgetreu visualisiert.

„Unser wichtigstes Ziel bei der Weiterentwicklung von Reef Interactive ist und bleibt die Erhöhung der Sicherheit für Taucher durch bessere Vorbereitung – getreu unseres neuen Claims: “ We want you to dive safely“, streicht Geschäftsführer Dr. Thomas Nemetz heraus. „Bei der Aufbereitung neuer Tauchspots weltweit nehmen wir uns auch immer wieder Spots mit eindrucksvoller Geschichte vor, die die Faszination des Tauchens besonders lebendig werden lassen.“ Die zwei neuen Locations im Programm von Reef Interactive gehören in diesem Sinne zu Destinationen, die jeder Taucher einmal erlebt haben sollte.

Die „Dunraven“ war ein britisches Frachtschiff und sank am 22. April 1876 im nördlichen Roten Meer. Geladen hatte sie Baumwolle, Holz und Gewürze, die von Bombay nach Newcastle geliefert werden sollten. Durch einen Navigationsfehler lief die „Dunraven“ mit voller Kraft auf das Riff Sha’ab Mahmoud Reef auf, fing Feuer und sank. Die Besatzung konnte sowohl sich selbst als auch einen Teil der Fracht retten.

Erstmals wurde das Wrack der „Dunraven“ im Zuge einer geologischen Expedition entdeckt. Seit 1978 wird es von Tauchbooten angefahren und stellt jeher ein beliebtes Ziel für Taucher dar. Anzutreffen sind Stein- und Lederkorallen sowie Glasfische, Rotfeuerfische und Zackenbarsche. Das Wrack liegt in einer Tiefe von 29 Metern und ist daher auch für weniger erfahrene Taucher ein begehrtes Ziel.

Die „Salem Express“ war (nach zahlreichen Besitzerwechseln zuletzt) ein ägyptisches Fährschiff. Bei ihrem tragischen Untergang in der Nähe von Safaga im Jahre 1991 riss sie mehrere hundert Passagiere mit in die Tiefen des Meeres. Ausgelöst wurde das tragische Schicksal der „Salem Express“ durch ein verheerendes Unwetter: Bei extremen Windgeschwindigkeiten und schwerem Seegang lief das Fährschiff im Shaab Sheer auf Grund. 200 Passagiere konnten gerettet werden, 700 kamen dabei ums Leben. An Board waren hauptsächlich Pilger, die sich auf der Rückreise von Mekka befanden. Vermutlich fiel die Zahl der Verunglückten noch deutlich höher aus, da sich zahlreiche umregistrierte Passagiere an Board befanden. Die Salem Express gibt Forschern bis heute ein Rätsel auf: Es konnte nie geklärt werden, warum der Kapitän von seiner eigentlich geplanten Route abgewichen war. Das Wrack der „Salem Express“ wurde offiziell zum Grab erklärt, da bis heute nicht alle verunglückten Passagiere geborgen werden konnten. Das Schiff liegt in einer Tiefe zwischen 11 und 32 Metern und ist von der Tiefe her auch für Anfänger ein geeignetes Tauchziel.

Für die App Reef Interactive wurden die Wracks nach exakt vermessenen geografischen Daten visualisiert. Die detailreichen 3D Modelle sind für Taucher ein Erlebnis vor dem eigentlichen Taucherlebnis: Bereits vor dem Tauchgang können die Wracks wie in Realbedingungen erkundet werden, um sich bestmöglich auf die Gegebenheiten unter Wasser vorzubereiten und Sicherheitsrisiken von vornherein zu vermeiden. „Ein Tauchgang wird zu einem Déjà-vu“, so Thomas Nemetz, „man fühlt sich in der Umgebung sicher und vertraut und kann sich auf die eigentlichen Highlights konzentrieren.“

Info: www.ocean-maps.com