12_2018_tauchen

Herz-OP

Bei mir wurde vor knapp drei Monaten ein Vorhofseptumdefekt vom Typ Sinus Venosus festgestellt. Das Loch wurde zwischenzeitlich (vor einem Monat) chirurgisch mit einem Patch (Goretex) über die rechte Seite verschlossen. Ich habe nun (wieder) eine Sauerstoffsättigung von 98 Prozent und eine Herzleistung von 65 Prozent. Der Oberarzt hat mir gesagt, dass ich in sechs Monaten wieder tauchen dürfe. Da die Aussage auf dem Flur quasi zwischen Tür und Angel erfolgte, möchte ich gerne Ihre Meinung dazu hören.

Obwohl die Antwort, wie Sie schreiben, "zwischen Tür und Angel" kam, ist sie doch vernünftig und gut. Die gleiche Antwort bekommen Sie nämlich auch von mir.
Wenn also die Wartezeit von sechs Monaten vorbei ist, dann stehen noch ein paar Untersuchungen für Sie an. Es muss in jedem Fall das OP-Ergebnis durch eine Echo-Untersuchung des Herzens kontrolliert werden, und, sehr wichtig (!), es muss ein Hochdruck der Lungenarterien (pulmonaler Hypertonus) ausgeschlossen werden. Außerdem muss geschaut werden, wie es mit der Herzleistung, und zwar sowohl des rechten als auch des linken Herzens, aussieht. Dann muss noch ein Belastungs-EKG durchgeführt werden, bei dem eine gute Belastbarkeit herauskommen muss.
Liegt dann kein pulmonaler Hypertonus vor, ist die Pumpfunktion des Herzens (beider Herzhälften!) normal und ist die körperliche Belastbarkeit sowie das OP-Ergebnis gut, dann spricht aus dieser Sicht nichts gegen das Tauchen. Aber nur dann!