Titel der 10/18

Morbus Meniere

Ich habe eben die Sprechstunde aus Heft 03/09 zum Thema Tinnitus und Hörsturz gelesen. Ich hatte selber einen Hörsturz und habe eine Frage: Mein Arzt stellte bei mir noch "Morbus Meniere" fest. Seitdem habe ich nach jedem Tauchgang Kopfschmerzen mit Übelkeit, die circa drei Stunden anhalten. Gibt es Medikamente, die in diesem Fall helfen?

 Ihre Anfrage kann ich leider kurz und bündig und noch nicht einmal nur aus meiner Sicht, sondern ebenso aus Sicht der Expertengremien der nationalen Fachgesellschaften beantworten: Mit einem Morbus Meniere ist man nicht tauchtauglich! Die Begründung ist einfach: Kommt es beim Tauchen zum Meniere-Anfall, drohen Orientierungsverlust, Panikaufstieg und/oder Ertrinken. Zu beherrschen ist er zudem leider nicht. Zusätzlich können beim Tauchen eine Vielzahl von Faktoren ihrerseits einen Drehschwindel herbeiführen, was zu einer Symptomverstärkung führen kann. Medikamente speziell für Taucher gibt es leider nicht. In der HNO-Heilkunde gibt es allerdings tatsächlich ein paar Präparate, die unter Umständen helfen können (zum Beispiel "Arlevert"). Sie sollten sich diesbezüglich aber an Ihren HNO-Arzt oder behandelnden Neurologen wenden.
Es tut mir sehr leid, nichts anderes, Positiveres antworten zu können, aber nach den aktuellen Empfehlungen gelten Sie derzeit als absolut nicht tauchtauglich. Eine Tauchtauglichkeit kann wieder gegeben sein, wenn Sie sechs Monate lang ohne Schwindelattacken waren, vollkommen symptomfrei sind und auch eine Untersuchung der Gleichgewichtsorgane einen unauffälligen Befund ergibt. Ich hoffe, ich konnte Ihnen trotz der niederschmetternden Nachricht dennoch etwas helfen.