Tauchen mit Augenproblemen: Unter Wasser den Durchblick behalten

Augenlaserbehandlung bei Taucher

In neuerer Zeit findet die Korrektur eines Sehfehlers immer häufiger auch mit Hilfe der refraktiven Chirurgie statt. Darunter versteht man chirurgische Eingriffe und Laserbehandlungen, die im besten Fall Brillen und Kontaktlinsen entbehrlich machen. Zwei wichtige Laserverfahren sind die photorefraktive Keratektomie (PRK) sowie die Laserinsitu-Keratomileusis (LASIK).

Photorefraktive Keratektomie (PRK)

Bei der sogenannten PRK wird die oberste Schicht der Hornhaut, das Epithel, mechanisch entfernt und anschließend die darunter liegende Schicht entsprechend der Fehlsichtigkeit mit Excimer-Laserstrahlen abgetragen. Das Epithel bildet sich in wenigen Tagen neu und schließt die oberflächliche Wunde. Wegen meist stärkerer Schmerzen während des Epithelheilungsprozesses muss nach dem Eingriff einige Tage lang eine therapeutische Kontaktlinse (Verbandlinse) getragen werden.

Laserinsitu-Keratomileusis (LASIK)

Bei der verbreiteten LASIK-Methode wird zunächst mit einem Mikrokeratom (Hobel) eine dünne Hornhautlamelle (Flap) geschnitten und wie ein Deckel umgeklappt. Anschließend wird mit einem Laser das Innere der Hornhaut behandelt, sodass die gewünschte Korrektur erreicht wird. Danach wird der Flap ohne Naht zurückgeklappt. Er saugt sich von selbst fest und muss nicht angenäht werden. Diese Lamelle verklebt innerhalb der folgenden vier bis fünf Wochen, verwächst aber erst nach einigen Jahren. Deshalb sollte also nach einem solchen Augeneingrffi eine längere Wartezeit eingehalten werden, bis wieder getaucht werden darf. Das vergleichsweise kurze Verfahren (Dauer um zehn Minuten pro Auge) erfolgt übrigens im schmerzunempfindlichen Innenteil der Hornhaut.
Linsenprobleme und -trübungen sind beim Tauchen problematisch.

Linsenprobleme und -trübungen sind beim Tauchen problematisch. Foto: W. Pölzer

Tauchtauchglichkeit bei Augenproblemen

Zur Tauchtauglichkeit nach diesen Eingriffen gibt es derzeit keine verbindlichen Empfehlungen. Der Verband der Laserchirurgen rät zu einer Wartezeit von mindestens drei Monaten. Bis zur Stabilisierung der Sehschärfe können zum Teil auch bis zu neun Monate vergehen. Im Laufe der Heilung kann auch ein Teil der Fehlsichtigkeit wieder auftreten, sodass ein weiterer Eingriff oder wieder eine Brillenkorrektur notwendig sind.


  1. Sabine

    Hallo
    Würde einen neuen Batteriedeckel für meinen Tauchcomputer aeris atmos ai benötigen.
    Könnt ihr mir weiterhelfen, da aeris ja anscheinend zu oceanic wurde oder so.


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