Titel TAUCHEN 02/2019

Urlaub auf El Hierro

Ich plane einen Urlaub auf El Hierro – mit Wandern, Tauchen und Wohnen im Inselinneren. Dies ist nun das Problem: Kann ich tauchen und dann in 700 bis 800 Metern Höhe übernachten, ohne die Wahrscheinlichkeit einer Deko-Krankheit ins Unermessliche zu steigern? Die kontaktierte Tauchschule rät mir zu maximal einem Tauchgang pro Tag.

Im Grunde ist die Antwort, die Sie von der Tauchschule erhalten haben, schon recht hilfreich: nicht mehr als ein Tauchgang pro Tag. Doch das allein reicht noch nicht, denn Sie sollten diesen Tauchgang auch sehr konservativ ausführen. Das heißt keinesfalls tiefer als 30 Meter tauchen, und dabei sollte die Tauchzeit beziehungsweise das Tauchprofil so verlaufen, dass Ihr Rechner beim Auftauchen die maximale Nullzeit anzeigt.
Nach dem Tauchen sollten Sie auch nicht sofort und unmittelbar zu Ihrem Feriendomizil zurückkehren, sondern sich noch etwas Zeit für die weitere Entsättigung lassen, zum Beispiel durch einen Bummel im Ort. Wenn Sie dann nach drei bis vier Stunden langsam in Richtung Ferienwohnung aufbrechen und auch die Höhendifferenz nur langsam überwunden wird, ist das Risiko zwar insgesamt schon noch erhöht, aber durchaus kalkulierbar. Auch sollten Sie auf weitere Details achten wie zum Beispiel: keine Tauchgänge an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen, keine Tauchgänge mit Muskelkater (vom Wandern), nicht am gleichen Tag erst Tauchen und dann anstrengende Bergtouren unternehmen, auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Ein gewisses Restrisiko verbleibt natürlich trotzdem.