Die neue TAUCHEN Januar Ausgabe ist da!

Computer





Smartphone Tauchcomputer im Test

Seid gespannt auf die TAUCHEN-Februar-Ausgabe 2016. Als erstes Tauchmagazin haben wir die „Scuba Capsule“ mit ins Wasser genommen. Das Gehäuse verwandelt das iPhone zum Tauchcomputer. Im Test tritt sie gegen zwei Konkurrenten an, das „Divephone“ und den „DiveNav“.




Johnson Outdoors übernimmt Seabear

Das Dachunternehmen des Tauchausrüstungsherstellers Scubapro, Johnson Outdoors Inc., holt sich technische Innovationen ins Haus. Mit der österreichischen Ausrüstungsschmiede Seabear Diving Technology wurde ein Startup-Unternehmen gekauft, das in der Vergangenheit mit zukunftsweisenden Tauchcomputern auf sich aufmerksam machen konnte.



Test: Liquivision Lynx

Liquivision mischt mit seinem Computer „Lynx“ den Farbrechnermarkt auf – und bringt sogar Sidemount-Support und Positionstracking mit!


Test: Scubapro Meridian

Ein Günstiger will er nicht sein, der „Meridian“ von Scubapro. Man hat wohl gedacht: Wenn wir einen Handgelenk-Computer machen, dann einen hochwertigen.


Test: Suunto DX

Suunto ist bekannt für seine Tauchcomputer, keine Frage. Aber was kann das neue Luxusmodell?



Test: Atomic Aquatics Cobalt

Seit Monaten tauchen wir mit einem der ersten Modelle des Tauchcomputers „Cobalt“ von Atomic Aquatics – hier unser ausführlicher Testbericht.


Test: Cressi Leonardo

Mit dem neuen „Leonardo“ präsentiert Cressi seinen ersten Tauchcomputer, dessen Entwicklung und Produktion im italienischen Genua stattfand. Wir haben getestet, ob sich dieser Aufwand gelohnt hat


Der Tauchcomputer besitzt heute immer mehr Funktionen. Taucher verlassen sich auf den kleinen Helfer am Handgelenk, man sollte aber trotzdem nie vergessen wie er funktioniert und wie man bei einer Fehlfunktion nach einer Nullzeittabelle taucht. Ein Tauchcomputer liefert Informationen über Tiefe, Null- und Grundzeit, Zeit für Dekompressionsstopps und der Aufstiegsgeschwindigkeit. Tauchcomputer übernehmen unter Wasser zentrale Aufgaben für den Sportler: Die Richtung mit dem digitalen Kompass anzeigen, die Tauchgänge mit Profil für Wiederholungstauchgänge (digitales Logbuch) berechnen, Tiefenstopps planen, Berechnung eines Dekogases, Berechnung des Luftverbrauchs (Funksender oder Konsole) oder auch die Lokation des Buddys mit einem Funkpeilsender bestimmen. Das alles sind Funktionen, die moderne Tauchcomputer bereits übernehmen können.

Die wichtigsten Infos zu Tauchcomputern 

Wir haben die wichtigsten Informationen über Tauchcomputer zusammengestellt und klären damit die wohl aktuell drängendsten Fragen, wenn es um die Anschaffung eines neuen Tauchcomputers geht. Weil der Tauchcomputer ein sicherheitsrelevantes Instrument für Taucher ist, sollte man bei Anschaffung und Wartung nichts dem Zufall überlassen und sich im Zweifelsfall immer eine persönliche Beratung vom Fachhändler einholen.

Farbe oder nicht?

Farbige Displays sind toll, modern und schick. Aber auch Schwarzweiß-Displays lassen sich, gute Hintergrundbeleuchtung vorausgesetzt, sehr gut in der Tiefe ablesen. Bei Warnungen, Aufstiegen und Deko haben die farbigen Computer klar die Nase vorn – Rot sieht man schneller! Nachteil ist allerdings der hohe Energieverbrauch.

Batteriewechsel

Beim Kauf eines Tauchcomputers ist es bequem, wenn der Benutzer den Batteriewechsel selbst machen kann – oder sich das Gerät per USB laden lässt. Wer die Batterie selbst wechselt, sollte einen Drucktest beim Händler machen lassen. Denn, wird der Rechner undicht, ist er nach dem Tauchgang meist kaputt.

Auslesen

Häufig werden USB-Kabelschnittstellen zum Auslesen verwendet. Sie sind komfortabel im Gebrauch. Aber auch die „alte“ Infrarot-Verbindung schlägt sich nach wie vor gut. Die Ausleseinterfaces kosten meist aber extra. Die Zukunft wird Auslesefunktionen per Bluetooth und WLAN bringen.

Sender

Luftintegrationssender können auch Lokalisationssender sein und neuerdings zeigen, wo sich der Buddy aufhält und wieviel Luft er noch hat.

Bedienung

Die Bedienung der Computer erfolgt über das Tastenfeld – vier, drei, zwei oder eine Taste sind dabei gängig. Die Ein-Tasten-Computer sind meist etwas schwieriger zu bedienen als Computer mit zwei oder mehr Tasten, weil man mit einem Knopf durch alle Menüs und Einstellungen muss. Aber: Mit Übung geht alles.

Passt oder passt nicht?

Über einen Nassanzug passt fast jeder sogenannte Uhren- oder Handgelenkcomputer. Über den Trocki allerdings nicht. Oft wird dann ein Verlängerungsarmband notwendig, welches einige Hersteller ihren Modellen beilegen – es gibt aber auch günstige Alternativen. Nur: Dabei darauf achten, dass das Band hochwertig ist und gut schließt. Sonst ist der Liebling schnell mal verschwunden.

Karten und Bilder

Ein nettes Gimmick bei einigen Top-Modellen: Tauchgangskarten und Multimediacenter. Das ist zwar eine nette Spielerei, aber gerade durch die heutige Auslesesoftware ist die Bebilderung hübsch, dient einer schnellen Übersicht – und schöne Tauchgänge können mit eigenen Bildern so unvergessen bleiben.

Kompass

Ein tolles Feature: Beim Kauf darf man ruhig mal den Kompass testen, denn ein digitaler Richtungsweiser ersetzt einen analogen Kompass und kann Wegpunkte speichern. Das ist sehr praktisch und erspart ein Ausrüstungsteil.

Die Tauchcomputer-Typen

Das Uhrenformat

Kleine Computer sind mitunter schwer abzulesen – gerade im Notfall ist das aber unerlässlich. Kleine Computer sind super Backup-Alternativen oder für Urlauber geeignet. Wer schlechte Augen hat oder sich unsicher ist, sollte einen größeren wählen.

Groß-Display-Formate

Seit jeher nahezu unerreicht: Große Zahlen und Balken lassen diese Computer bestens aussehen – auch bei Panik oder schnellem Aufstieg. Daher sind sie heute noch eine Top-Wahl: konservativ und gut. Mit diversen Extras vermutlich noch ewig auf dem Markt.

Farb-Display-Computer

Vom Sicherheitsaspekt sind Großformat-Farb-Computer sicher das Maß aller Dinge: Durch Signalfarben viel besser und schneller ablesbar, durch aktive Hintergrundbeleuchtung immer „in Sicht“. Obwohl hoch im Energieverbrauch, trotzdem: auf der sicheren Seite.

Die Spezialisten

Für Spezialisten wie Tech- und Sidemount-Taucher bieten diese Rechner scharfe Displays in Farbe und Funk-Überwachung diverser Flaschen. Für alle, die ernsthaft mit mehreren Gasen und Flaschen tauchen, gibt es keine Alternative.

Konsolen-Computer

Gut, der „alte“ Konsolen-Rechner mag nerven, weil er immer etwas hängt: Sein „Sender“ kann aber auch nicht kaputtgehen und er bleibt dort, wo er hingehört. Konsolen-Rechner sind immer noch beliebt, weil sie nicht am Handgelenk stören.

Die Zukunft

Die Gehäuse mit Drucksensoren lassen das Mobiltelefon mit der richtigen App zum Tauchcomputer werden: Sie sind schneller und leistungsfähiger, aber auch noch etwas anfällig.

Rechenmodelle in Tauchcomputern

Nicht alle Tauchcomputer rechnen gleich. Wer vom ersten Tauchkurs noch die RDP Tabelle kennt und sie eigentlich mal wieder auffrischen sollte, ahnt nicht, wie simple dieses Rechenwerk im Vergleich zu dem ist, wie Tauchcomputer rechnen. Ein Überblick:

Einphasige Modelle

Diese Modelle beschreiben die Auf- und Entsättigung der Gewebe anhand der Durchblutungsrate. Grundlage für diese Modelle ist die Theorie von Sir John Scott Haldane. Einer der bekanntesten Vertreter dieser Modelle ist das ZH-L8 ADT-Modell: ZH steht für die Uni Zürich, L8 für 8 Kompartimente und ADT bedeutet adaptiv. Kennzeichnend für diese Dekomodelle sind die langen und flachen Stopps. Damit wird ein sehr großer Druckgradient zwischen maximaler Tiefe und dem ersten Dekostopp erreicht. Dies führt auf der anderen Seite in der Theorie zu vermehrtem Blasenwachstum bis zum Erreichen dieser ersten Stopps.

Zweiphasige Modelle

Neben der Durchblutungsrate (Einphasenmodelle) wird auch das bereits als Mikrobläschen im Blut gelöste freie Gas (Gasphase) berücksichtigt. Bei jedem Tauchgang sind sogenannte Mikrobläschen (Blasenkeime) vorhanden. Diese sind so lange symptomlos, bis der Blasenradius oder die Blasenanzahl zu groß wird. Kennzeichnend für diese Modelle ist der etwas tiefere erste Dekompressionsstopp – die flacheren sind dafür kürzer. Ein Vertreter dieser Modelle ist das VPM (Varying Permeability Model), das aber von praktisch keinem Rechner verwendet wird. Eine abgespeckte Variante ist das RGBM – Reduced-Gradient-Bubble-Model, der Blasenradius wird hierbei nicht berücksichtigt. Aber: Bis auf wenige Ausnahmen arbeiten in allen Tauchcomputern, die angeben, mit einem Zweiphasenmodell zu arbeiten, in Wirklichkeit Haldane-Modelle (also Einphasen-Modelle).

PDIS Modell

Das PDIS-Modell (Profile Dependent Intermediate Stops) konzentriert sich auf die mittelschnellen Gewebe. Beim Bühlmann-Modell ZH-L 8 ADT, das hier zur Anwendung kommt, sind dies die Gewebe ab der dritten Kompartimentklasse. Das Modell schlägt den ersten PDIS-Stopp auf der Tiefe vor, auf der das dritte Kompartiment mit der Entsättigung beginnt. Die Dauer beträgt zwei Minuten. Die Tiefe des Stopps richtet sich nach dem tatsächlichen Tiefenprofil und der Zeit, die auf dieser Tiefe verbracht wurde. Damit sind PDIS meist flacher als die Deepstops nach Pyle.