Taucherin mit türkisfarbener Maske treibt an der Wasseroberfläche und blättert im Menü des Scubapro Aladin 100 an ihrem Handgelenk
Computer Technik

Scubapro Aladin 100: Basis-Tauchcomputer für 249 Euro

Mit dem Aladin 100 bringt Scubapro einen Tauchcomputer, der auf das Wesentliche reduziert ist: vier große Werte auf dem Display, ein Menü in ganzen Wörtern und eine AA-Batterie, die man selbst wechselt.

Scubapro

Vier große Zahlen, ein Menü in ganzen Wörtern und eine AA-Batterie, die du selbst wechselst: Mit dem Aladin 100 stellt Scubapro einen Tauchcomputer vor, der bewusst auf Zusatzfunktionen verzichtet. Mit einer UVP von 249 Euro ist er für eine breite Zielgruppe gedacht: Einsteiger, Urlaubs- und Gelegenheitstaucher, alle, die aufs Geld achten, und ebenso Tauchschulen und den Verleih.

Pressemeldung: Alle technischen Angaben in diesem Beitrag stammen von Scubapro. Getestet haben wir den Aladin 100 noch nicht.

Der Name Aladin hat unter Tauchern eine lange Tradition. Aladin-Tauchcomputer gab es schon, als der Schweizer Hersteller Uwatec noch nicht zu Scubapro gehörte, und auch neuere Scubapro-Modelle tragen ihn. Den Aladin 100 stellt Scubapro am 3. November 2026 zum Auftakt der Branchenmesse DEMA Show in New Orleans vor. Laut Hersteller ist er übersichtlich genug für den Einstieg, robust und zurücksetzbar für Verleih und Tauchausbildung und per Bluetooth vernetzt, damit die Tauchgänge ohne Kabel ins Logbuch wandern.

Ausgestreckter Arm im türkis-schwarzen Neoprenanzug über dem offenen Meer, am Handgelenk der Scubapro Aladin 100 mit Startbildschirm: Salzwasser, Mikroblasen-Level 0, 21 Prozent Sauerstoff, maximale Einsatztiefe 67 Meter
Der Startbildschirm zeigt Wasserart, Mikroblasen-Level, Sauerstoffanteil und die daraus berechnete maximale Einsatztiefe. Foto: Scubapro

Vier Werte und ein Wahlfeld

Herzstück ist ein 2,4 Zoll großes Matrix-Display mit 128 × 128 Pixeln, gleichmäßiger Hintergrundbeleuchtung und hohem Kontrast. Die Tauchanzeige ist in vier Felder geteilt: Tiefe, Tauchzeit und Nullzeit stehen fest in großen Ziffern. Das vierte Feld wählt der Taucher selbst, etwa für Wassertemperatur, maximale Tiefe, Mikroblasen-Level, Sauerstoffanteil oder einen Timer.

Frontansicht des Scubapro Aladin 100 mit Tauchanzeige in vier Feldern: Tiefe 18,5 Meter, Tauchzeit 5 Minuten, maximale Tiefe 20 Meter, Nullzeit 18 Minuten
Tiefe, Zeit und Nullzeit sind fest, das vierte Feld ist frei wählbar, hier die maximale Tiefe. Foto: Scubapro

Wird ein Tauchgang zum Dekompressionstauchgang, wechselt die Anzeige laut Scubapro automatisch auf die Dekodaten. Das soll Missverständnisse vermeiden und das Situationsbewusstsein verbessern.

Klartext statt Kürzel

Abkürzungen, die man erst im Handbuch nachschlagen muss, will Scubapro beim Aladin 100 vermeiden. Das Menü arbeitet mit ausgeschriebenen Begriffen, Warnmeldungen erscheinen groß und klar formuliert. Gerade Anfänger und Verleihkunden sollen Alarme so schneller verstehen und darauf reagieren können.

Scubapro Aladin 100 schräg von rechts mit eingeschalteter Hintergrundbeleuchtung, über der Tauchanzeige liegt die Warnung Slow Down für zu schnelles Aufsteigen
Groß und ausgeschrieben: Die Warnung zur Aufstiegsgeschwindigkeit legt sich über die Tauchanzeige. Foto: Scubapro

Bedient wird der Computer über zwei Tasten, die laut Hersteller auch mit Handschuhen funktionieren. Häufig genutzte Funktionen lassen sich als Verknüpfung auf den Startbildschirm legen. Beim Abtauchen schaltet der Aladin 100 automatisch in den Tauchmodus. Das Gehäuse ist zum Handgelenk hin abgewinkelt, damit sich das Display in unterschiedlichen Tauchpositionen besser ablesen lässt.

Taucherin im türkis-schwarzen Neoprenanzug schwebt dicht über sandigem Grund und schaut auf den Aladin 100 an ihrem Handgelenk
Das abgewinkelte Gehäuse soll den Blick aufs Display auch in Bauchlage erleichtern. Foto: Scubapro

Eine AA-Batterie für über 300 Stunden

Statt eines Akkus steckt im Aladin 100 eine handelsübliche AA-Batterie in einem wasserdichten Fach, ab Werk eine Varta. Wechseln kann sie der Nutzer selbst, ein Ladegerät oder ein Serviceeinsatz ist nicht nötig. Scubapro gibt die Laufzeit mit über 300 Stunden im Tauchmodus an, und zwar bei eingeschalteter Hintergrundbeleuchtung. Wie der Batteriewechsel genau abläuft, beschreibt die Bedienungsanleitung.

Auch für Verleih und Ausbildung

Scubapro hat beim Aladin 100 auch Tauchbasen, Tauchschulen und Fachhändler im Blick, die Computer verleihen. Für sie gibt es einen codegeschützten Werksreset mit manueller Entsättigung. Er setzt den Computer zwischen zwei Nutzern zurück, damit die Berechnung nicht mit der Stickstoffsättigung des Vorgängers weiterrechnet.

Taucher hält sich an der Leiter eines roten Tauchboots fest, am Handgelenk über dem Neoprenärmel der nasse Aladin 100 mit Oberflächenpausen-Anzeige
Nach dem Tauchgang zeigt der Aladin 100 Oberflächenpause, Entsättigungs- und Flugverbotszeit. Foto: Scubapro

Weil nur ein Gas eingestellt werden kann, bleibt die Bedienung übersichtlich. Laut Scubapro senkt das auch das Risiko von Bedienfehlern. Für den Aladin 100 gibt es ein Bungee-Armband, das sich mit einer Hand verstellen lässt und so an unterschiedlich dicke Handgelenke und Anzüge passt. Eine Schutzfolie ist ab Werk aufgeklebt.

Algorithmus, Nitrox und Tiefe

Gerechnet wird mit dem vorausplanenden Bühlmann-Algorithmus ZH-L16 ADT MB, den Scubapro als bewährt bezeichnet. Neben dem Scuba-Modus gibt es einen Gauge-Modus, in dem der Aladin 100 nur Tiefe und Zeit anzeigt und keine Dekompression berechnet, etwa für die Ausbildung oder als Backup. Nitrox ist bis 50 Prozent Sauerstoff einstellbar. Die maximale Einsatztiefe gibt Scubapro mit 80 Metern an.

Frontansicht des Scubapro Aladin 100 mit Dekompressionsanzeige: Tiefe 27 Meter, Tauchzeit 25 Minuten, Temperatur 28,3 Grad, Gesamtaufstiegszeit 20 Minuten, Stopp von 2 Minuten auf 5 Metern
Wird es ein Dekotauchgang, zeigt der Aladin 100 Gesamtaufstiegszeit sowie Dauer und Tiefe des nächsten Stopps. Foto: Scubapro

Tauchgänge überträgt der Computer per Bluetooth an die Scubapro-Software LogTRAK 2.0. Darüber lässt sich der Aladin 100 auch einrichten.

Video: Scubapro erklärt den Aladin 100

Zum Start hat Scubapro ein deutschsprachiges Erklärvideo veröffentlicht, das die Bedienung zeigt. Das Video stammt vom Hersteller.

https://youtu.be/SZWO0DsEK1M
Video: Scubapro

Was die Unterlagen offenlassen

Einige Angaben, die bei der Wahl eines Tauchcomputers eine Rolle spielen, nennt Scubapro in den Pressematerialien nicht: Gewicht und Maße, eine Luftintegration per Sender, einen Kompass oder einen Apnoe-Modus. Genannt werden nur Scuba- und Gauge-Modus mit einem Gas. Ob die Ablesbarkeit unter Wasser hält, was das Datenblatt verspricht, kann erst ein Praxistest zeigen.

Scubapro Aladin 100 auf einen Blick

Herstellerangaben laut Scubapro, Stand: November 2026

HerstellerScubapro
ModellAladin 100 (Art.-Nr. 05.101.100)
Display2,4-Zoll-Matrix-Display, 128 × 128 Pixel, Hintergrundbeleuchtung
Bedienungzwei Tasten, Menü in ganzen Wörtern
AlgorithmusBühlmann ZH-L16 ADT MB (vorausplanend)
ModiScuba, Gauge
Gaseein Gas, Luft und Nitrox bis 50 % O2
Maximale Tiefe80 Meter
EnergieAA-Batterie, vom Nutzer wechselbar
Laufzeitüber 300 Stunden im Tauchmodus mit Hintergrundbeleuchtung
SchnittstelleBluetooth, LogTRAK 2.0
LieferumfangComputer mit Armband, Varta-AA-Batterie, Schutzfolie, Kurzanleitung; Bedienungsanleitung digital
Preis (UVP)249 Euro
Webscubapro.com

Häufige Fragen

Was kostet der Scubapro Aladin 100?

Scubapro nennt eine unverbindliche Preisempfehlung von 249 Euro (Stand: November 2026).

Welche Batterie hat der Aladin 100?

Eine handelsübliche AA-Batterie, die der Nutzer selbst wechseln kann. Laut Scubapro reicht sie für über 300 Stunden im Tauchmodus bei eingeschalteter Hintergrundbeleuchtung.

Kann der Aladin 100 Nitrox?

Ja, mit einem Gas und bis 50 Prozent Sauerstoff. Mehrere Gase für Gaswechsel unterstützt er nicht.

Wie tief kann man mit dem Aladin 100 tauchen?

Scubapro gibt die maximale Tauchtiefe mit 80 Metern an.

Für wen ist der Aladin 100 gedacht?

Für eine breite Zielgruppe: Laut Scubapro für Einsteiger und Gelegenheitstaucher, für Urlaubstaucher und mit 249 Euro UVP auch für alle, die aufs Geld achten. Außerdem für Tauchschulen und den Verleih, dafür hat er unter anderem einen codegeschützten Reset, der den Computer zwischen zwei Nutzern zurücksetzt.

Wie kommen die Tauchgänge ins Logbuch?

Per Bluetooth in die Scubapro-Software LogTRAK 2.0. Darüber lässt sich der Computer auch einrichten.

Dieser Beitrag beruht auf der Pressemitteilung und den Produktunterlagen von Scubapro zur Vorstellung am 3. November 2026. Ein eigener Test steht noch aus.

Mehr zum Thema