12_2018_tauchen
Vertigo: Der Tauchplatz ist bekannt für seine Riffhaie.

Vertigo: Der Tauchplatz ist bekannt für seine Riffhaie.

Blog vom 6. „Mantafest“ auf Yap

TAUCHEN-Mitarbeiter Frank Schneider ist Juror beim 6. „Mantafest“, das zurzeit auf Yap läuft. In seinem Blog berichtet er von den Geschehnissen

Ich geb’s ja zu: Riffhaie haben es mir angetan – vor allem auch aus Fotografensicht. Sich in einen Käfig zu hocken und auf den großen Weißen zu warten oder in Zeitlupe vorbeiziehende Tigerhaie abzulichten ist keine große Herausforderung. Riffhaie aber sind flink, und man muss sie genau beobachten, um gute Bilder von ihnen zu machen. Und genau das haben die „Mantafest“-Tacher aus Deutschland und der Schweiz gestern Morgen gemacht. Vertigo heißt der Platz am Außenriff auf der Westseite der Insel Yap. Selbst wenn wie gestern keine Haifütterung stattfindet, sind immer mehr als ein Dutzend Haie anzutreffen. „Ganz schön beeindruckend“, fand das auch Markus Pfaber aus München. Dieses Mal waren Schwarzspitzenriffhaie und Graue Riffhaie zu sehen – der kleinste unter ihnen kaum einen Meter, der größte etwa 1,75 Meter lang. Diveguide Gordon erzählte uns nachher, dass gelegentlich auch Seidenhaie oder sogar Weißspitzenhochseehaie an diesem Riffabschnitt zu sehen sind. Für Julia Wissel aus Hannover war das aber völlig in Ordnung: „Das war mein erster Tauchgang mit Haien, da ist das mit den Riffhaien für den Anfang ganz okay gewesen!“
Vortragskünstler Marty Snyderman
Nach dem zweiten Tauchgang am Innenriff ging es zurück, aber ein weiterer interessanter Termin an diesem Montag stand noch auf dem Plan: Marty Snyderman hielt um 17 Uhr sein Seminar im Konferenzraum. Das Thema: Pflege und Wartung der Kameraausrüstung. Kein Wunder also, dass fast alle Teilnehmer des „Mantafest“-Fotowettbewerbs dabei waren. Marty ist nicht nur einer der weltbesten Unterwasserfotografen, was Tieraufnahmen angeht, er hat auch die Gabe, ein solch an sich „trockenes“ Thema so unterhaltsam zu vermitteln, dass auch nicht einer der Fotografen daran dachte, eher vor Ablauf der Stunde zu gehen. Oder wie hätten Sie, liebe Leser nach dieser Einführung von Marty reagiert: „Seien Sie sicher – irgendwann wird Ihnen eine Kamera auch mal von innen nass werden! Ich möchte Ihnen heute zeigen, wie Sie diesen Zeitpunkt so weit wie möglich hinauszögern können!“

Am Abend fanden ab 19.30 Uhr auf dem Oberdeck der „Mnuw“, im Open-Air-Restaurant und der Open-Air-Bar des Manta Ray Bay Resorts zwei Foto-Vorträge von Marty statt. Nach einer Show mit einigen seiner besten Aufnahmen aus der ganzen Welt gab es noch seine Präsentation „Tipps für gute Bilder“ mit Live-Kommentaren. Nein – auch dabei gab es niemanden im Resort, der das verpasst hätte!