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Der Roman „Finning“ wird jetzt auch in Costa Rica erhältlich sein

Der Roman „Finning“ wird jetzt auch in Costa Rica erhältlich sein

Literatur soll Haischutz vorantreiben

Der Roman „Finning“ von Gerhard Wegner (Sharkproject) zielt gegen die Haiflossen-Lobby in Costa Rica. Damit der Haischutz nicht in Vergessenheit gerät, wird der Roman nun auch im Land selbst erhältlich sein

Das Verbot des Haiflossenhandels in Costa Rica bedeutete auch das Ende der flossenverarbeitenden Industrie. Ein Riesenerfolg für den Haischutz, denn bis dahin war Costa Rica eine der Hauptdrehscheiben für den internationalen Haiflossenhandel. Doch es geht dabei um viel Geld und die Lobby der Haifänger wächst wieder. Es wird höchste Zeit, dagegen etwas zu unternehmen. Die Organisationen Pretoma und Sharkproject, die beide maßgeblich an dem Erfolg beteiligt waren, haben sich dazu etwas Besonderes einfallen lassen. Mit Unterstützung der Meeresschutzorganisation Mission Deep Blue von SSI wurde der erfolgreiche Abenteuerroman „Finning“ in spanischer Sprache produziert. Der Roman, der in Thriller-Manier die Geschichte der Finning-Mafia in Costa Rica erzählt, soll bei Presse- und Regierungsvertretern des Landes das Bewusstsein für den Haischutz stärken und einen starken Gegenpol gegen die langsam wieder aukommende Finning-Lobby bilden. Das erste Exemplar des Buchs, das Ende September in Costa Rica angekommen ist, wurde Laura Chinchilla, der Präsidentin des Landes offiziell übergeben. Auch ist das Buch ihr gewidmet, denn ohne sie und ihr Engagement wäre ein Verbot des Finnings wohl nie zustande gekommen. Als kleiner Kunstgriff wurde auch das Geschlecht des costaricanischen Präsidenten im Roman angepasst. In der spanischen Ausgabe ist es eine Präsidentin! Die Erlöse des Romanverkaufs im Lande finanzieren weitere Haischutzaktionen und -kampagnen. Weitere Infos findet ihr auf www.sharkproject.org.