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Mallorcas Ostküste: Lässig abtauchen mit La Morena

Auf Mallorca beginnt jetzt die große Tauchsaison. TAUCHEN-Redakteur Michael Krüger checkt die Tauchbasen des balearischen Verbands PDIA. Heutige Etappe ist die in Cala d`Or liegende Tauchbasis La Morena.

Dieser Ort an der südlichen Ostküste Mallorcas ist ja eigentlich vollkommen touristisch erschlossen. Aber: Wo ist nur die Tauchbasis? Die Adresse stimmt. Es muss hier sein. Nach der zweiten Ehrenrunde entdecken wir sie endlich. Der Eingang ist nur zu erkennen, wenn man sich gegen die Fahrtrichtung herumdreht. Perfekte Kundentarnung? „Wenn man mit dem Auto kommt, hast du wohl Recht“, sagt Basis-Chef Holger Meckert, „aber die meisten kommen über unser Büro an der kleinen Strandpromenade zu uns.“ Seine Frau Susanne und Diveguide Torben begrüßen uns freundlich an der Basis. Erster Eindruck: Sehr sympathische Crew, relaxte, unaufgeregte Atmosphäre. Die Tauchbasis La Morena ist klein, zweckmäßig eingerichtet und sauber. Torben hilft den Tauchern beim Packen der Tauchkisten und zeigt auf den etwas ungewöhnlichen, aber angenehm kühlen Platz: Direkt gegenüber der Basis können sich die Taucher unter einer Brücke in ihre Neoprenanzüge hüllen und das Equipment anlegen. „Ich weiß ja, dass ihr Journalisten alle Berufs-Hektiker seid“, bemerkt der Hamburger“, „aber hier bei uns geht alles vollkommen entspannt zu – über wie unter Wasser. Unsere Devise ist gemütliches Tauchen ohne Stress.“ Die Ausfahrten starten direkt vom Strand der Cala Gran. Nur ein paar Schritte bis zum Wasser. Dann heißt es Jacket aufblasen und an einer Boje warten. „Rudeltauchen gibt es bei uns nicht, weil wir die Taucher in kleine Gruppen einteilen“, schildert Susanne. „Fortgeschrittene Taucher dürfen auch allein im Buddy-Team tauchen.“Und da kommt auch schon Holger mit dem Speedboot, um die Tauchgäste einzusammeln. Komfortabel und bequem geht es mit dem 7,50 Meter langen 225 PS-Boot ans Große Riff. Je nach Wetterlage werden bis zu 20 verschiedene Tauchplätze angefahren. Nach dem Briefing und der Buddyeinteilung geht es unter Wasser. Hier, an Großen Riff, kann man auch tiefer als 30 Meter tauchen. Die knappen 20 Grad Wassertemperatur sind im 5-mm-Anzug noch angenehm. Ein sehr fischreiches Riff mit Barrakuda-Schwärmen. Wieder lassen sich zahlreiche Kraken sehen. Die Tauchgruppe von Susanne hatte eine ganz besondere Begegnung: „Eine Sepia ist um uns herumgeschwommen und hat sich dann kurz auf die Hand gesetzt“, strahlt die Tauchlehrerin. „Für solche Momente taucht man.“ Nach dem Tauchgang sitzen die Gäste noch neben der Basis und tauschen ihre individuellen Erlebnisse aus. Für uns heißt es weiter nach Porto Petro zu Ralf Detter und den Petro Divers.

Weitere Infos:

http://www.lamorena.de 

http://www.pdia-divingcenter.de