Tauchen in Griechenland: Die rostigen Schätze der Ägäis

Die Stimmung später schreit nach einem Tavernenbesuch. Was wäre Griechenland ohne diese „Institutionen“? Sie gehören zur allabendlichen Pflicht, sollten aber immer vorausgebucht werden. Denn die Griechen lieben es besonders, am Abend auszugehen und zu essen. In jedem Hafen wird man auch noch mit Ausgrabungen konfrontiert, die Kultur kommt nirgends zu kurz.

Der flüsternde Tod am Grund: Das Wrack der Bristol Beaufighter vor Naxos

Die wunderschöne „Bristol Beaufighter“ vor Naxos. Fotos: Paul Munzinger

Die wunderschöne „Bristol Beaufighter“ vor Naxos. Fotos: Paul Munzinger

Leinen los Richtung Naxos, wir sind noch im Tiefschlaf, als um fünf Uhr morgens die Ankerkette rattert. Etwa vierzig Kilometer schippern wir zu einem richtigen Klassespot, dem Wrack der „Bristol Beaufighter“. Am 30. Oktober 1943 wurde das zweimotorige Flugzeug am Cape Kouroupas abgeschossen, konnte aber wohl noch irgendwie auf dem Wasser landen und ist somit in Topzustand. Auf 36 Meter Tiefe liegt nun der schwerbewaffnete britische Kampfflieger aus dem Zweiten Weltkrieg. Sein Beiname damals lautete „flüsternder Tod“, da er relativ leise flog. Die Bedingungen sind wieder ideal, bereits von oben ist das etwa 18 Meter breite und 13 Meter lange Wrack zu sehen: freier Fall, umsäumt von den Strahlen der Sonne, ein irres Feeling. Schwämme besiedeln die Sternmotoren und das Heck, einige Muränen leben im Rumpf, viel Buntes wuselt herum. Ein Blick ins Cockpit zeigt viele Details, an denen zwar der Zahn der Zeit nagt, aber noch alles gut erkennbar ist. Eindeutiger Tenor: Hammertauchplatz!