Tauchen in Griechenland: Die rostigen Schätze der Ägäis

Nachmittags ist die „Marianna“ an der Reihe, die etwas nördlicher, senkrecht stehend auf 25 Meter am Amarides-Riff ihre Ruhestätte gefunden hat. Von dem ehemals 91 Meter langen und im Jahre 1961 gebauten Frachtschiff ist heute nur noch die Hälfte übrig. Tolle Motive gibt’s en masse, sowohl innen als außen. Ganz easy geht’s am Mast runter, der bis zur Oberfläche reicht. Schön farbig präsentiert sich das Zwischendeck und die Treppe, Schwämme in rot, orange, gelb, hellblau und weiß besetzen viele Flächen. Makrelen sind auf der Jagd, sie haben es auf ein Heer von Mönchsfischen und Sardinen abgesehen. Am letzten Tauchtag nehmen wir wieder Kurs Richtung Norden – zurück nach Mykonos. Zwei Wracks werden angeboten: am Morgen das 1863 gebaute Passagierschiff „Peleponissos“, dessen Fahrt im August 1926 am Evros-Riff endete. Kiel oben liegt ein großer Teil von ihm, ursprünglich war es mal 64 Meter lang, zwischen 26 bis 56 Meter Tiefe – nichts für blutige Anfänger. Ein Ausflug ins Innere kommt aufgrund der Tiefe nicht infrage, dafür verlustieren wir uns am daneben liegenden Riff. Purpurfarbene Seesterne, Lippfische, Muränen, herrliche Fahnenbarsche, Mönchsfische, Spitzkopfzackenbarsche, Sardinen, farbige Schwämme – alles vorhanden, im klarsten Wasser.

Kykladen: Der griechische Schiffsfriedhof

Reichlich Top-Spots: Die griechische UW-Welt ist farbenfroh, lebendig und macht dank der fantastischen Sichtweiten richtig Spaß. Fotos: Paul Munzinger

Reichlich Top-Spots: Die griechische UW-Welt ist farbenfroh, lebendig und macht dank der fantastischen Sichtweiten richtig Spaß. Fotos: Paul Munzinger