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Foto-Gehäuse

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Test: Canon EOS 5D Mark II im Unterwassergehäuse von Aquatica

Das UW-Gehäuse „5D Mark II“ sei laut Aquatica der ideale Partner für die Canon-Kamera „EOS 5D Mark II“. Wir haben diese Aussage im Härtetest überprüft

Damit könnt ihr machen, was ihr wollt!“ So die Aussage von Ingo Vollmer, Chef des deutschen Vertriebs der Firma Aquatica. Prima, endlich ein Testobjekt, bei dem wir nicht auf Schrammen achten müssen, die laut Ingo Vollmer sowieso nur entstünden, wenn man das UW-Gehäuse mit dem Hammer bearbeiten würde. Also sind wir vor, bei und nach unseren Testtauchgängen nicht gerade zimperlich mit der noblen Hülle für die digitale Spiegelreflexkamera „EOS 5D Mark II“ umgegangen. Und siehe da: Wir haben es wirklich nicht geschafft, das Gehäuse optisch zu beschädigen! Damit man keine falschen Vorstellungen bekommt: Nach dem Tauchgang sollte man das „5D MK II“ natürlich mit Süßwasser spülen, die O-Ringe sollten schon vor dem Einbau mit Silikon eingefettet werden! Genauso wie die Robustheit, das Gehäuse besteht aus eloxiertem Aluminium und hat eine zusätzliche PU-Beschichtung, hat uns auch die Handhabung gefallen. Alle Griffe und Knöpfe sind ergonomisch angebracht, selbst der normale Sportsucher genügt, um die Aufnahme im Vorfeld zu beurteilen. Eingebaut wird die Kamera mit einem Schlitten, der im Gehäuse gesichert wird. Dadurch sitzt die Kamera bombenfest, alle Bedien-elemente können sicher auf sie greifen. Damit der Port sich nicht aus Versehen lösen kann, muss erst eine kleine Entriegelung gedrückt werden, bevor man ihn abnehmen kann. Nicht ab- beziehungsweise herausnehmen muss man allerdings die Kamera, um ein Objektiv zu wechseln. Eine zusätzliche Durchführung ermöglicht die Betätigung der Objektiventriegelungstaste, die einen Objektivwechsel auch ermöglicht, wenn die Kamera im Gehäuse ist. Nur der Port muss entfernt werden. Und der muss sowieso getauscht werden, wenn man von einem Weitwinkel- zu einem Makro-Objektiv wechselt. Über Wasser wiegt das „5D MK II“ fast drei Kilo (ohne Port), im Wasser zeigt es sich fast gewichtsneutral. Das kann sich allerdings, je nach Port und benutzten Blitzgeräten, verändern. Um in den vollen Genuss von Videoaufnahmen im Full-HD-Format zu kommen, ist im Gehäuse auch ein Unterwassermikrofon (Hydrophon) eingebaut. Damit kann man zwar keine Stereoaufnahmen machen, aber das Blubbern der Atemregler kommt mehr als laut und deutlich aus dem Fernseher und vermittelt so echtes Tauchgefühl. Für einen Preis von 2800 Euro bietet Aquatica nicht nur ein robustes Gehäuse für den alltäglichen Gebrauch von UW-Fotografen an, sondern auch zwei Blitzanschlüsse (Nikonos), zwei stabile Handgriffe, ein Hydrophon, die Bedienung aller Kamerafunktionen und eine hervorragende Verarbeitung. Druckdicht ist das UW-Gehäuse bis in eine Wassertiefe von 90 Metern, auf Wunsch und mit einem Aufpreis von 99 Euro gibt es eine Ausführung, die bis in Wassertiefen von 130 Metern funktionieren soll. Planports kosten ab 349 Euro, Domeports ab 519 Euro. Neu im Programm ist ein Makro-Weitwinkel-Port für 694 Euro. Allerdings ist der nur für das Weitwinkel-Zoomobjektiv 10 bis 17 Millimeter von Tokina berechnet. Fazit: Das „5D MK II“ ist robust, gut zu bedienen und hat keine Schwachpunkte offenbart. Fotografen, die mit einer „EOS 5D Mark II“ liebäugeln und auf der Suche nach einem passenden UW-Gehäuse sind, sollten es in Betracht ziehen! Thomas Christ

Produktmerkmale: Unterwassergehäuse von Aquatica für Canon EOS 5D Mark II

Material: Aluminium
Max. Tauchtiefe: 90 Meter
(auf Wunsch bis 130 Meter)

Funktionen: alle
Blitzanschluss: zwei (Nikonos)
Gewicht*: 2,9 Kilo
Preis*: 2800 Euro
www.marlin.de
*ohne Port

Produktmerkmale: Canon EOS 5D Mark II

Mit 21,1 Megapixeln und ihrem Vollformatsensor (kein Brennweitenverlust!) gehört die „EOS 5D Mark II“ von Canon zu den „Schlachtschiffen“ der digitalen Kleinbildkameras. Neben einem stabilen Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung bietet sie Aufzeichnungen von Full-HD-Videos, einen hochauflösenden LCD-Monitor (drei Zoll) und eine ISO-Einstellung bis 25 600. Die Reihenaufnahmefunktion arbeitet mit bis zu 3,9 Bildern pro Sekunde – und das, bis die Karte voll mit JPEGs ist. Allerdings hat so viel Technik und digitale Qualität seinen Preis: circa 2000 Euro. www.canon.de

 

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