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Test: Olympus Pen E-PL1

Seit Kurzem erobern digitale Kompaktkameras mit Wechselobjektiven den Kameramarkt. TAUCHEN – Autor Herbert Frei stellt das Erfolgsmodell von Olympus, die „Pen E-PL1“, zusammen mit dem Gehäuse „PT-EP01“ auf den Prüfstand.

Unter Wasser setzt Olympus mal wieder Akzente. Als einzige Kamerafirma bringen die Japaner ein eigenes Kameragehäuse für ihre digitalen Kompaktkameras mit Wechselobjektiven auf den Markt. Das Gehäuse „PT-EP01“ ist bis 40 Meter Tauchtiefe dicht, es besitzt einen aufklappbaren Rückdeckel (mit Silikon-O-Ring) und einen Extender-Verschluss. Das Monitorfeld ist mit einer Streulichtblende versehen, die sich aber gelegentlich löst und herumbaumelt. Der Monitor macht in puncto Helligkeit, Klarheit und Farbe einen hervorragenden Eindruck – allerdings steht man bei grell einfallendem Sonnenlicht etwas auf verlorenem Posten. Da solche Kameratypen (CSC-Fotogeräte) über keinen optischen Sucher verfügen, peilt man die Motive wie bei digitalen Kompaktkameras über den „Live-View“ am Monitor an. Wer das nicht möchte, hat die Option auf einen elektrischen Sucher (Preis: 210 Euro), der im Blitzschuh der Kamera befestigt wird und auch im UW-Gehäuse verwendet werden kann. Verblüffend ist, wie exakt und praxisnah die Seriengehäuse von Olympus konstruiert sind. Deckel auf, Kamera rein, Deckel zu – und fertig. Allerdings stellten wir fest, dass das Zoomrad etwas ungünstig an der linken Frontseite sitzt. Dadurch können es nur User mit langen Fingern praxisgerecht bedienen. Die Bedienung der Übertragungsknöpfe funktioniert dafür auch mit Handschuhen – solange sie nicht zu dick sind. In der Grundausstattung bekommt der Käufer das Gehäuse mit einem Frontport ausgeliefert. Zurzeit ist noch kein Domeport lieferbar – das kann sich allerdings ändern, da das Acht-Millimeter-Fisheye von Panasonic auch an der „Pen E-PL1“ benutzt werden kann. Die Zoomzahnräder bestehen aus Hartgummi und lassen sich leicht über die Objektive streifen. Insgesamt wirkt bei dem UW-Gehäuse alles leicht und kompromisslos einfach – wodurch der Fotograf und keine unnötige Technik im Vordergrund steht. Das Gehäuse ist mit zwei Lichtbuchsen für fiberoptische Blitze versehen. Dadurch ist, zusammen mit einem oder zwei UW-Blitzen („UFL-2“ von Olympus), TTL-Blitzen sehr einfach möglich. Wer kein Blitzgerät von Olympus benutzen möchte, kann auch mit Blitzen von Inon oder dem „YS-01“ von Sea & Sea im TTL-Modus blitzen. Fazit: Die „Pen E-PL1“ ist zusammen mit dem Unterwassergehäuse „PT-EP01“ eine gelungene Alternative zu den schweren und voluminösen digitalen Spiegelreflexkameras. Hobby- und Urlaubsfotografen, und hier insbesondere Frauen, dürften an der leichten, handlichen und hochwertigen Kombination ihre wahre Freude haben – auch wenn die Auslöseverzögerung noch nicht so ganz den Vorstellungen von (Fisch-)Fotografen entspricht! Denn die dürfte noch etwas schneller sein! Klein wie eine Kompakte, aber hochwertig wie eine digitale Spiegelreflexkamera: Haben wir uns so eine Kamera nicht schon immer gewünscht? Herbert Frei

Produktmerkmale: Olympus Pen E-PL1

„PT-EP01“
Material: Kunststoff
Max. Tauchtiefe: 40 Meter

Funktionen: alle
Blitzanschluss: ja
Gewicht: 1100 Gramm
Preis: circa 575 Euro
www.olympus.de

In dem Gehäuse aus Aluminium und Kunststoff stecken ein Bildsensor mit effektiven 12,3 Megapixel, ein Bildstabilisator (Typ Sensor-Justierung) und ein elektronisch gesteuerter Schlitzverschluss. Auf Wunsch kann der Fotograf seine Bilder im RAW- oder JPEG-Format abspeichern. Videoaufnahmen in HD sind genauso möglich wie Serienbildaufnahmen (drei Bilder pro Sekunde). Preis: circa 500 Euro inklusive 14-42-Millimeter-Zoom-Objektiv.

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