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Unterwassergehäuse

Unterwassergehäuse © Foto: Thomas Christ

Test: Panasonic Lumix LX5 Unterwassergehäuse von 10 bar

Auch für kleine digitale Kompaktkameras gibt es hochwertige UW-Gehäuse aus Aluminium. Wir
hatten das Duo „Lumix LX5“ von Panasonic und das Gehäuse von 10 bar im Praxistest

Dadurch dass die kompakte Digitalkamera „Lumix LX5“ wirklich sehr kompakt ist, konnten die Ingenieure der Firma 10 bar das passende Unterwassergehäuse auch sehr handlich halten. Gearbeitet ist das Gehäuse aus seewasserbeständigem Aluminium, wobei die hintere Platte aus Acryl hergestellt ist. Dadurch hat man einen direkten Einblick ins Gehäuse und kann sofort feststellen, ob sich Feuchtigkeit im Inneren befindet. Als Blendschutz ist im Bereich des Kameradisplays eine Umrandung aus Gummi angebracht. Um die Kamera sicher im Gehäuse unterzubringen, wird die „Lumix LX5“, nachdem das Blitzkabel auf den Blitzschuh gesteckt wurde, ins Gehäuse geschoben. Danach wird das Blitzkabel zur Seite gelegt, dann kann der Deckel aufs Gehäuse. Druckdicht verschlossen wird er mit zwei seitlichen Verschlüssen, die erst nach hinten gedrückt und dann mit einem Dreh verriegelt werden. Danach ist das Gehäuse bis in eine Wassertiefe von 90 Metern dicht. Allerdings gibt das Unternehmen als Funktionstiefe 60 Meter an. Hier wäre es schön, wenn 10 bar stärkere Federn bei den Bedienknöpfen verarbeiten würde, damit man das Gehäuse auch bis zur Maximaltiefe nutzen könnte.
Ein Knackpunkt bei kleinen Gehäusen ist die Belegung der Knöpfe – die muss natürlich so sein, wie es die jeweilige Kamera vorgibt. Da kann die Bedienung, besonders mit dickeren Handschuhen, schon mal schwierig werden. Auf der Oberseite sollte es mit dem Handling keine Probleme geben, nur bei der Bedienung des Tastenfelds auf der Rückseite kann es etwas „haarig“ werden. Doch das tut der guten Verarbeitung und leichten Bedienbarkeit des Gehäuses keinen Abbruch. Kleiner Trost: Dieses Problem haben fast alle kompakten „Dichteinheiten“. Fazit: Mit dem Duo „Lumix LX5“ und dem Gehäuse von 10 bar liegt man auf der sicheren Seite, um unter Wasser schöne Fotos beziehungsweise kleine Videos zu produzieren. Es ist handlich und leicht zu bedienen. Sein größter Vorteil: Man hat die Möglichkeit, einen richtigen Unterwasserblitz anzuschließen – das bieten einfache Gehäuse aus Polycarbonat leider in den seltensten Fällen! Thomas Christ

Produktmerkmale

Gehäuse 10 bar
Material: Aluminium/Acryl

max. Tauchtiefe: 90 Meter
max. bedienbar: 60 Meter*
Funktionen: alle
Blitzanschluss: N5
Gewicht: 1000 Gramm
Preis: 649 Euro
www.nautilus-equipment.de
*laut Hersteller

Kamera Lumix LX5
max. Auflösung: 10 Megapixel
Video-Auflösung: HD-1280 mal 720 Pixel
Display (Diagonale): 3 Zoll
optischer Zoom: 3,8-fach
minimale Brennweite: 24 mm*
maximale Brennweite: 90 mm*
Speicherkarte: SDXC-Karte
Gewicht: 235 Gramm
Preis: circa 500 Euro
www.panasonic.de
* nach Kleinbild

Zoom: Panasonic Lumix LX5

Die Nachfolgerin der „Lumix LX3“ ist eine überzeugende Kompaktkamera für anspruchsvolle Fotografen, sie spielt in derselben Liga wie die „G11“ von Canon. Der Chip der „Lumix LX5“ hat eine gute Bild-Performance mit einer hohen Auflösung. Die Detailtreue ist sehr gut, das Bildrauschen fällt am Monitor erst ab ISO 800 auf. Wem das eingebaute Weitwinkel (24 Millimeter) nicht ausreicht, kann sich eine optionale Weitwinkel-Vorsatzlinse für 229 Euro kaufen. Die funktioniert aber nur über Wasser!

 

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