Die neue TAUCHEN Oktober Ausgabe 2017.
Wir zeigen, wie man mit einer Kompaktkamera richtig belichtet.

Wir zeigen, wie man mit einer Kompaktkamera richtig belichtet. © W. Pölzer

Fotoschule Teil 2: Belichtung mit der Kompaktkamera

In unserer Fotoschule geben wir Tipps, wie man auch als Einsteiger gute Unterwasser-Fotos mit einer Kompaktkamera hinbekommt. Im zweiten Teil zeigt TAUCHEN-Fotograf Wolfgang Pölzer, wie man Meerestiere mit einer Kompakten richtig belichtet.

TAUCHEN-Fotograf Wolfgang Pölzer gibt Tipps für die Kompaktkamera-Fotografie. (W. Pölzer)

TAUCHEN-Fotograf Wolfgang Pölzer gibt Tipps für die Kompaktkamera-Fotografie. (W. Pölzer)

Zu dunkel, verwackelt, abgeschnitten – viele UW-Fotografen kennen das Problem verblitzter und verschwommener Fischmotive: TAUCHEN-Fotograf Wolfgang Pölzer zeigt Ihnen, wie Sie Meerestiere am wirkungsvollsten mit einer Kompaktkamera belichten und wie man typische Anfängerfehler vermeidet.

 

 

 

 

 

Möglichst nah ans Motiv ran! (W. Pölzer)

Möglichst nah ans Motiv ran! (W. Pölzer)

1. Fischfotos: Nah dran und nie von oben!
Um Schwebeteilchen zu reduzieren, sollten sich UW-Fotografen so nah wie möglich ans Motiv pirschen!  Immer waagerecht oder von unten fotografieren. Fischbilder von oben sind immer Flops!

 

 

 

 

Riff-Rambos unerwünscht! Bitte niemals auf Korallen abstützen oder blind festhalten. Richtige Tarierung im Pool üben! (W. Pölzer)

Riff-Rambos unerwünscht! Bitte niemals auf Korallen abstützen oder blind festhalten. Richtige Tarierung im Pool üben! (W. Pölzer)

2. Lange Belichtung in der Tiefe
Nutzen Sie manuelle Einstellungen! Die Vollautomatik ist unter Wasser nicht ideal. Bei wenig Licht muss die Verschlusszeit geändert werden, damit der Hintergrund ausgeleuchtet wird.

 

 

 

 

 

Die Empfindlichkeit (ISO-Wert) auf 200 oder 400 einstellen. Bei über 800 tritt oft störendes Bildrauschen auf. (W. Pölzer)

Die Empfindlichkeit (ISO-Wert) auf 200 oder 400 einstellen. Bei über 800 tritt oft störendes Bildrauschen auf. (W. Pölzer)

3. Verwackelt unter 1/15-Sekunde
Bei längeren Belichtungszeiten ist es wichtig, die Kamera ruhig zu halten. 1/15-Sekunde ist die Grenze, um Verwacklungsunschärfen zu vermeiden. Sonst sieht das wie auf dem Foto links aus.

 

 

 

 

 

Verwackelte Bilder entstehen häufig dadurch, dass man die Kamera nur mit einer Hand bedient (W. Pölzer)

Verwackelte Bilder entstehen häufig dadurch, dass man die Kamera nur mit einer Hand bedient (W. Pölzer)

4. Beidhändig stabilisieren
Unscharfe Bilder bekommt man auch, wenn man die Kamera lässig in einer Hand hält. Wichtig ist es, das Gehäuse ruhig und stabilisierend immer mit beiden Händen zu fixieren.

 

 

 

 

Bei Makromotiven sollte die Verschlusszeit kurz sein, so wird der Hintergrund dunkel und das Objekt tritt in den Vordergrund (W. Pölzer)

Bei Makromotiven sollte die Verschlusszeit kurz sein, so wird der Hintergrund dunkel und das Objekt tritt in den Vordergrund (W. Pölzer)

5. Kurze Belichtung bei Makromotiven
Mit einer kurzen Verschlusszeit lassen sich Bewegungsunschärfen vermeiden. Dadurch erscheint jedoch der Bildhintergrund dunkel. Bei Makromotiven ist das ein gewünschter Effekt.

 

 

 

 

 

Jede Kamera hat eine andere Auslöseverzögerung, machen Sie sich vor dem Tauchgang damit vetraut (W. Pölzer)

Jede Kamera hat eine andere Auslöseverzögerung, machen Sie sich vor dem Tauchgang damit vetraut (W. Pölzer)

6. Auslöseverzögerung berücksichtigen
Die Auslöseverzögerung führt zu solchen Motiven links, obwohl man zur rechten Zeit abgedrückt hat. Tipp: Kamera immer vor dem Tauchgang einschalten und frühzeitig vorfokussieren.

 

 

 

 

 

Hält das Objekt der Begierde nicht still, einfach während des Auslösens die Kamera mitziehen (W. Pölzer)

Hält das Objekt der Begierde nicht still, einfach während des Auslösens die Kamera mitziehen (W. Pölzer)

7. Mitziehen für die Dynamik
Dynamische Motive von schwimmenden Fischen erhält man durch Mitziehen der Kamera. Verschlusszeit zwischen 1/10- und 1/30-Sekunde wählen und während des Auslösens den Fisch verfolgen.

 

 

 

 

 

Bei Über- oder Unterbelichtung hilft die Plus-/Minus-Korrektur (W. Pölzer)

Bei Über- oder Unterbelichtung hilft die Plus-/Minus-Korrektur (W. Pölzer)

Neu Muräne Canon IMG_0303

 

 

 

 

 

 

 

8. Plus-/Minus-Korrektur einsetzen
Über- oder unterbelichtet? Die „Plus-/Minus-Korrektur“ hilft! Meist lässt sich auch die Blitzstärke mit der eigenen „Blitz-Korrektur“ anpassen – extrem wichtig bei reflektierenden Fischen, wie Stachelmakrelen oder Barrakudas!

 

Hier geht’s weiter zur

Fotoschule Teil 1: Tipps für Einsteiger
Fotoschule Teil 3: Blende und Brennweite