Die neue TAUCHEN Oktober Ausgabe 2017.
Im dritten Teil unserer Fotoschule geht es um die richtige Blende und Brennweite.

Im dritten Teil unserer Fotoschule geht es um die richtige Blende und Brennweite. © W. Pölzer

Fotoschule Teil 3: Blende und Brennweite

TAUCHEN-Fotograf Wolfgang Pölzer zeigt in unserer Fotoschule , wie man bei einer Kompaktkamera die Blende und Brennweite einstellt, um bessere Fotos zu erhalten.

TAUCHEN-Fotograf Wolfgang Pölzer gibt Tipps für die Kompaktkamera-Fotografie. (W. Pölzer)

TAUCHEN-Fotograf Wolfgang Pölzer gibt Tipps für die Kompaktkamera-Fotografie. (W. Pölzer)

Falsche Blende, unscharfe Bilder und Schwebeteilchen durch falsche Zoom-Aufnahmen: TAUCHEN-Fotograf Wolfgang Pölzer zeigt, wie man Blende und Brennweite einstellt, um bessere Fotos zu erhalten.

 

 

Bild 1 Canon IMG_0328Bild 2 Canon IMG_0329

1. Die Blende regelt die Schärfentiefe
Offene Blende (kleine Blendenzahl) führt zu geringer Schärfentiefe – nur das Auge ist scharf (oben links). Geschlossene Blende bringt mehr Schärfentiefe und dunkleren Hintergrund (oben rechts).

 

Bei flachen Tieren wie einem Seestern kann man auch von oben fotografieren (W. Pölzer)

Bei flachen Tieren wie einem Seestern kann man auch von oben fotografieren (W. Pölzer)

2. Offene Blende für Seestern & Co.
Flache Tiere darf man auch von oben ablichten. Aber bitte möglichst parallel zur Fläche, dann kann die Blende offen bleiben. Mit der Schärfe experimentieren für aussagekräftige Fotos!

 

 

 

 

 

Bild 4 Canon IMG_0347Bild 3 Canon IMG_0350

3. Runde Fische – dünne Seesterne
Die passende Blende hängt vom Motiv ab: Runde Fische brauchen eine geschlossene Blende (oben rechts). Bei flachen Motiven (oben links) reicht eine offene Blende, um alles scharf zu bekommen.

Vorsichtig den Fischen nähern, sonst sind sie schnell weg! (W. Pölzer)

Vorsichtig den Fischen nähern, sonst sind sie schnell weg! (W. Pölzer)

4. Grosse Wirkung mit Weitwinkel
Mit einer kurzen Brennweite kann man viel näher herangehen und bekommt trotzdem noch das ganze Motiv mit viel Hintergrund aufs Foto. Bei Fischen gilt: ganz vorsichtig nähern!

 

 

 

 

 

Die Weitwinkeleinstellung lässt das Motiv kleiner wirken, deshalb unbedingt näher ran (W. Pölzer)

Die Weitwinkeleinstellung lässt das Motiv kleiner wirken, deshalb unbedingt näher ran (W. Pölzer)

5. Weitwinkel – nah ran ans Motiv!
Durch die Weitwinkelstellung erscheint das gesamte Motiv kleiner – nah heran an das Motiv ist also Pflicht! Geeignet für große Objekte wie Tauchpartner, Höhlen, Wracks und Großfische.

 

 

 

 

 

Bei Weitwinkel nie den Blitz überschätzen! Weit entfernte Buddies oder Wracks kann auch der stärkste Blitz nicht ausleuchten. (W. Pölzer)

Bei Weitwinkel nie den Blitz überschätzen! Weit entfernte Buddies oder Wracks kann auch der stärkste Blitz nicht ausleuchten. (W. Pölzer)

6. Tele nie auf Distanz einsetzen!
Lange Brennweiten funktionieren nur an Land. Unter Wasser verschlechtern die Schwebeteilchen das Ergebnis. Brauchbare Fotos gibt es nur im Nahbereich. Tipp: auszoomen und näher heran!

 

 

 

 

 

 

Bei ungünstig im Riff sitzenden Motiven wie Muränen und Schnecken kann Zoomen helfen. (W. Pölzer)

Bei ungünstig im Riff sitzenden Motiven wie Muränen und Schnecken kann Zoomen helfen. (W. Pölzer)

7. Tele-Zoom nur im Nahbereich
Einziger Vorteil des Tele-Zooms unter Wasser: Das Motiv hebt sich gut vom störenden Hintergrund ab. Am besten nie weiter als einen halben Meter vom Motiv entfernt platzieren.

 

 

 

 

 

Probieren Sie verschiedene Zoom-Einstellungen am Motiv aus (W. Pölzer)

Probieren Sie verschiedene Zoom-Einstellungen am Motiv aus (W. Pölzer)

8. Zoom-Regler kreativ einsetzen
Arbeiten Sie kreativ mit dem Zoom-Regler: Versuchen Sie das gleiche Motiv in der Weitwinkel- und Tele-Stellung abzulichten, um die Gestaltungsvorteile zu verstehen.

 

 

 

 

 

Hier geht’s weiter zur

Fotoschule Teil 1: Tipps für Einsteiger
Fotoschule Teil 2: Belichtung mit der Kompaktkamera