Richard Aspinall war
mit Aggressor Adventures unterwegs und gibt zehn
allgemeine Tipps, wie man durch gute Planung und Vorbereitung die besten Unterwasseraufnahmen
erzielen kann.
Text und Fotos: Richard Aspinall
1 – Wartung, Ersatzteile & Pflege:
Bevor du an Bord gehst
Viele Reisen werden lange im Voraus gebucht – die Ausrüstung sollte genauso früh geprüft werden. Ersatzteile brauchen oft Zeit, manche müssen importiert werden. Auch einfache Pflege wirkt Wunder: O-Ringe reinigen und fetten.
Profi-Notfallset für die Fotoreise:
Ersatz-O-Ringe
Silikonfett
kleines Werkzeugset
Sekundenkleber (für kleine Reparaturen).
2 – Check Dive
Lieber erst ohne Kamera starten. Der erste Tauchgang ist meist ein Check Dive: Tarierung, Gewicht und Ausrüstung werden abgestimmt. Klingt hart, hilft aber enorm: Lass die Kamera beim ersten Sprung ins Wasser ruhig noch an Bord.
Ergebnis: Bei späteren Tauchgängen bist du entspannter, stabiler und konzentrierst dich auf Motiv und Buddy – statt auf Grundprobleme.
3 – Kommunikation mit der Crew
Dein größter Vorteil
Aggressor-Crews sind im Umgang mit Foto-Equipment geschult – vom Kompaktgehäuse bis zum großen DSLR/Spiegellos-Rig. Besonders beim Übergeben der Kamera (Zodiac/Leiter) zählt Vertrauen.
Tipp: Sprich deine Wünsche klar an (Spülen, Platzierung, Übergabe). Wenn du mit der Crew gut zusammenarbeitest, läuft der ganze Tag entspannter – für alle.
4 – Übung macht den Meister (auch ohne Meer)
Wer vor der Reise trainiert, gewinnt vor Ort wertvolle Zeit. Schon eine Stunde im Pool kann den Unterschied machen: Fokuspunkt setzen, Belichtung prüfen, Wechsel zwischen Foto & Video automatisieren.
Und ja: Auch an Land geht es – Motive lassen sich simulieren, um Handgriffe zu automatisieren.
5 – Leckdetektor
Die beste Versicherung gegen Wassereinbruch
Einer der wichtigsten Helfer ist ein Vakuum-Leckdetektor. Er erzeugt Unterdruck im Gehäuse und warnt, wenn etwas nicht dicht ist – bevor du überhaupt ins Wasser gehst.
Gerade auf Liveaboards ideal: Nutze die großen, trockenen Arbeitsbereiche, um dein Setup ruhig und ohne Hektik zu prüfen.
6 – Frag die Profis – oder buche einen Workshop
Wenn du richtig dazulernen willst: Aggressor bietet spezielle Fotoreisen wie die „Mike & Mike Underwater Photography Charters an. Dort bekommst du intensives Coaching – Bildgestaltung, Technik und digitale Nachbearbeitung inklusive.
7 – Richtiges Kamera-Setup unter Wasser
Sicher, kompakt, kontrolliert
Unterschätzt, aber entscheidend: Wie du deine Kamera trägst. Große Systeme sollten gesichert sein, damit sie nicht baumeln, das Riff berühren oder beim SMB-Setzen stören.
Auch die Tarierung des Systems ist wichtig: Ports, Arme oder Blitze können das Rig stark positiv oder negativ machen. Ausgleich schaffen:
kleine Gewichte
Float-Arms / Schwimmkörper
Setup eng am Körper führen.
8 – Fit zum Tauchen?
Dein Körper ist dein wichtigstes Equipment
Drei oder vier Tauchgänge am Tag sind körperlich anstrengend – besonders mit Kamera. Ein bisschen Fitness vor der Reise zahlt sich aus: weniger Stress, bessere Luft, stabilere Tarierung.
Und ganz wichtig: Alkohol nur mit Maß – und niemals vor dem Tauchgang.
9 – Reiseziel & Briefings
Plane dein Objektiv vorher
Aggressor-Guides liefern sehr gute Briefings – trotzdem lohnt sich eigene Recherche zu: Wrackgeschichte
Strömungen & Tiefe
typischer Tierwelt
Weitwinkel- oder Makrospot?
Frag aktiv nach dem Tagesplan – so wählst du Ports, Objektive und Blitz-Setup passend und verlierst keine Tauchgänge durch Fehlentscheidungen.
10 – Liebe deinen Buddy
Fotografie ist Teamwork
Der wichtigste Tipp zum Schluss: Wertschätze deinen Tauchpartner. Foto-Buddys brauchen Geduld, wenn du minutenlang wartest, bis die Szene perfekt ist. Manche helfen als Spotter oder Modell – nimm das nicht als selbstverständlich.
Und trotz Kamera gilt: Sicherheit bleibt immer Priorität. Wer sicher taucht, bekommt mehr Freiraum vom Guide – und mehr Chancen auf Top-Motive.
Fazit:
Die beste Fotoreise beginnt vor dem ersten Tauchgang. Eine Fotoreise kann dein Taucherleben verändern – egal ob Landprogramm, Lodge oder Tauchsafari. Wer vorbereitet startet, reduziert Frust, spart Zeit und kommt mit besseren Bildern nach Hause.
Aggressor Adventures überzeugt viele Fotografen durch Service, Sicherheit und professionellen Ablauf – und genau das macht den Unterschied, wenn jeder Tauchgang zählt.
Fotoreise mit Aggressor Adventures – ideal für
- Tauchsafari weltweit (Liveaboard)
- Karibik-Fototrips & Workshops
- Lodge- und Kombireisen
- Einsteiger & Fortgeschrittene Unterwasserfotografie
Zum Angebot der Aggressor-Flotte: www.aggressor.com
FAQ zur Unterwasser-Fotografie und Foto-Tauchsafaris
1) Was ist eine Fotoreise für Unterwasserfotografie?
Eine Fotoreise ist eine Tauchreise mit Fokus auf Unterwasserfoto und -video. Ziel ist, möglichst viele hochwertige Motive zu sammeln – vom Makro bis Weitwinkel – und dafür Zeit, Logistik und Equipment optimal zu planen.
2) Wie verhindere ich Wassereinbruch in das Unterwassergehäuse?
Die wichtigsten Schritte sind: O-Ringe sauber halten, korrekt fetten, sorgfältig schließen und vor jedem Tauchgang einen Dichtigkeitscheck machen. Besonders hilfreich ist ein Vakuum-Leckdetektor.
3) Warum sollte ich beim Check Dive ohne Kamera tauchen?
Der Check Dive dient dazu, Gewicht, Tarierung und Ausrüstung einzustellen. Ohne Kamera kannst du dich voll auf Stabilität und Sicherheit konzentrieren – das macht spätere Fototauchgänge entspannter und erfolgreicher.
4) Welche Ersatzteile sollte ich auf Fotoreise mitnehmen?
Empfohlen sind Ersatz-O-Ringe, Silikonfett, ein kleines Werkzeugset und ggf. Kleinteile wie Schrauben/Clips. So kannst du typische Kleinstprobleme sofort lösen.
5) Wie bereite ich mich am besten auf eine Fotoreise vor?
Übe vorab mit der Kamera (Pool oder flaches Wasser), automatisiere Fokus/Belichtung/Moduswechsel und informiere dich über das Zielgebiet. Plane außerdem Objektiv- und Port-Setups nach Tauchplatz.
6) Wie wähle ich zwischen Makro und Weitwinkel?
Richte dich nach Briefing, Sicht, Strömung und dem erwarteten Motiv: Makro bei Kleintieren/Details, Weitwinkel bei Riffen, Großfisch, Wracks und starken Szenen. Frag Guides/Crew nach der besten Wahl für den Spot.
7) Was ist beim Kamera-Setup unter Wasser besonders wichtig?
Sichere das Rig mit Karabiner/Leash, halte es eng am Körper und achte auf neutrale Tarierung. Ports, Blitzarme und Lampen verändern den Auftrieb – ausgleichen hilft bei ruhigerem Fotografieren.
8) Warum ist Fitness für Fototauchen wichtig?
Mehrere Tauchgänge pro Tag sind körperlich fordernd. Gute Fitness verbessert Luftverbrauch, Tarierung und Konzentration – und steigert die Chance auf bessere Aufnahmen.
9) Gibt es Fotoworkshops auf Tauchsafaris?
Ja, es gibt spezielle Unterwasserfotografie-Charter und Workshops, in denen Bildgestaltung, Technik und Nachbearbeitung intensiv trainiert werden.
10) Welche Rolle spielt der Buddy bei Unterwasserfotografie?
Ein guter Buddy sorgt für Sicherheit, kann als Spotter oder Modell helfen und braucht Geduld bei langen „Warte-Shots“. Auch mit Kamera gelten alle Tauchregeln unverändert.
