TAUCHEN -  Europas große Tauchzeitschrift
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Biologie-Experte Dr. Christian Plate
Du warst tauchen und hast eine Nacktschnecke gesehen, die du in keinem Bestimmungsbuch finden kannst? Dr. Christian Plate ist unser langjähriger TAUCHEN-Experte und beantwortet alle Fragen zum Thema Meeresbiologie. Schickt eure Fragen samt Foto per E-Mail an bio@tauchen.de.
Biologie-Experte Dr. Christian Plate antwortet.
Eure Fragen findet ihr sortiert nach folgenden Stichworten:
Schwamm im Baggersee
In letzter Zeit haben mein Buddy und ich einige Tauchgänge in einem 25 Jahre alten Baggersee gemacht. Dabei fielen uns diese gelblichen "Schwämme" auf. Der See ist mittlerweile Angelgebiet und relativ flach. Im Durchschnitt etwa sechs Meter. Was haben wir denn im Baggersee entdeckt?
Christian Pauser
Schwamm im Baggersee
Biologie-Experte Dr. Christian Plate antwortet:
Ihre Vermutung ist genau richtig, es handelt sich bei Ihrem Fund um Süßwasserschwämme. Leider kann ich aufgrund des Fotos nicht genau sagen, um welche Art es sich dabei handelt. An sich ist dies jedoch keine ungewöhnliche Entdeckung, da solche Schwämme in vielen Seen Deutschlands verbreitet sind.

Samtschnecke
Das Foto entstand bei einem Tauchgang während meines Maledivenurlaubs. Handelt es sich dabei um eine Korallenart oder eine Seesternart/Seeigel? Das Ding war tatsächlich lila beziehungsweise dunkelblau gefärbt.
Annette Sacher
Was aussieht wie ein Schwamm ist in Wirklichkeit eine Schnecke!
Biologie-Experte Dr. Christian Plate antwortet:
Es handelt sich dabei um eine Nacktschnecke mit dem wissenschaftlichen Namen Coricocella nigra, auch bekannt unter dem deutschen Namen Schwarze Samtschnecke. Die bis zu fünf Zentimeter große Schnecke trifft man vor den Küsten Afrikas, im Indischen Ozean, vor Indonesien sowie den Philippinen. Aufgrund ihrer äußeren Form wird die Coricocella nigra oft mit einem schwarzen Schwamm verwechselt.

Hydromeduse
Ich habe diese Qualle direkt nach dem Tauchgang in der Geltinger Bucht in einem Marmeladenglas gefangen. Der "Kopf" war etwa fünf Millimeter breit und die Tentakeln etwa zehn Millimeter lang. Wie heißt diese Qualle?
Matthias Voß
Hydromeduse
Hydromeduse
Biologie-Experte Dr. Christian Plate antwortet:
Bei der Qualle handelt es sich um eine Hydromeduse, genauer die Art Sarsia tubulosa. Die Qualle bevorzugt kühlere Meeresgebiete wie die Nordsee und den Nordatlantik. Da sie auch mit geringen Salzgehalten zurechtkommt, wird sie auch immer wieder in der Ostsee gefunden. Sie lebt räuberisch und fängt vor allem kleine Krebse. Bei der Jagd ist sie recht flink und eine gute Schwimmerin.

Juveniler Achselfleck-Schweinslippfisch
Diesen Fisch habe ich am Elphinstone-Riff vor Marsa Alam/Ägypten fotografiert. Leider konnte ich diese Art in keinem Bestimmungsbuch identifizieren. Könnt ihr mir sagen, welcher Fisch das ist?
Sabine Kersten
Juveniler Achselfleck-Schweinslippfisch
Juveniler Achselfleck-Schweinslippfisch
Biologie-Experte Dr. Christian Plate antwortet:
Kein Wunder, dass Sie diese Art nicht in der Bestimmungsliteratur gefunden haben, handelt es sich doch um eine juvenile Form eines Achselfleck-Schweinslippfischs (Bodianus axillaris). Diese Art kommt im Roten Meer und im gesamten Indischen Ozean bis zum japanischen Teil des Pazifiks vor. Als adultes Tier ist der Lippfisch manchmal auch als Putzerfisch tätig und befreit andere Fische von ihren Parasiten.

Gelege einer Spanischen Tänzerin
Können Sie mir sagen, um welche seltsame pflanzliche oder tierische "Blume" es sich auf dem Foto handelt? Ich habe es an einem Korallenriff vor Sharm el Sheikh/Ägypten, im Roten Meer aufgenommen.
Joachim Müller
Gelege einer Spanischen Tänzerin
Gelege einer Spanischen Tänzerin
Biologie-Experte Dr. Christian Plate antwortet:
Bei der "Blume" handelt es sich um das Gelege einer Nacktschnecke, die Spanische Tänzerin genannt wird. Die Tiere schwimmen dank ihrer erweiterten Mantelränder sehr elegant durch das Wasser und sind nachtaktiv. Nach der Paarung zweier Nacktschnecken werden die Eier als Laichschnüre oder -bänder am Boden sowie Gestein verankert. Danach werden die befruchteten Eier sich selbst überlassen.

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