Fallstudie von aqua med: Unfall von Tauchlehrer führte zu lebenslanger Tauchuntauglichkeit

Tauchunfall in Ägypten: Erst Hilfe führt zu Besserung

Gleichzeitig aktiviert Hans die Rettungskette: Er informiert den diensthabenden aqua med Arzt über die Notrufhotline und die nächstgelegene Druckkammer in Safaga. Dank der sofort geleisteten Ersten Hilfe geht es Matthias bereits an Bord deutlich besser, als das Schiff in den Hafen einläuft. Das Gefühl kehrt langsam in seine Extremitäten zurück und er kann sofort in die Druckkammer gebracht werden. Nach einer Untersuchung durch den Druckkammerarzt vor Ort findet sich Matthias auch schon in der Druckkammer wieder und es wird eine Behandlung gemäß der US Navy Table 6 durchgeführt. Zwar ist es in der Kammer eng und sehr warm, aber unter der fünfstündigen Therapie bessern sich die Symptome weiter.Am nächsten Tag wird Matthias nochmal in die Kammer müssen, da er noch über Restsymptome, wie Schwindel und Unwohlsein klagt. Nachdem sich Matthias Zustand weiter stabilisiert hat, muss die Druckkammertherapie erstmal nicht fortgesetzt werden. Zunächst scheint der Fall klar, die Diagnose lautet auf schweren Dekompressionsunfall. Als Ursache wird eine Dehydratation vermutet. Unter einer Dehydratation versteht man einen übermäßigen Flüssigkeitsverlust des Körpers, bedingt durch z.B. sehr warme Umgebungstemperaturen wie in Ägypten und eine zu geringe Trinkmenge.

War Dehydration die Ursache für den Tauchunfall?

Matthias ist sich sicher, nicht zu wenig Wasser zu sich genommen zu haben. Matthias erinnert sich: „Ich habe dann am nächsten Morgen bei aqua med auf der Hotline angerufen und alles direkt besprochen, was mir ein sehr beruhigendes Gefühl gegeben hat. Abends hat sich der aqua med Doc dann nochmal nach meinem Be- finden erkundigt, was ich sehr aufmerksam fand“. Nach der Rückreise nach Deutschland stellt sich Matthias sofort im Druckkammerzentrum Heidelberg vor. Hier hofft er end- gültig Gewissheit zu erhalten, was der Grund für seinen Tauchunfall war. Doc Chris, aqua med Arzt und ärztlicher Leiter des Heidelberger Druckkammerzentrums, untersucht den 47-Jährigen und stellt schnell fest, das Matthias weitere Kammertherapien braucht: Der Tauchlehrer berichtet über Kribbelempfindungen in seinen Händen und im Gesicht, zudem würde er vermehrt schwitzen und sich einfach nicht wohl fühlen. Nachdem es ihm in Ägypten bereits deutlich besser ging, ist diese Symptomatik im Rahmen des Rückfluges nach Deutschland wieder verstärkt aufgetreten. Dies ist nichts Ungewöhnliches, da der Kabinendruck in Verkehrsflugzeugen gegenüber dem regulären Luftdruck leicht verringert ist.


  1. Elvira

    Finde es gut das ihr diese Fallstudie veröffentlicht habt, da hier wieder Informationen aufgezeigt werden.

    Es ist immer wieder bewundernswert was Aqua med aufgebaut hat, und was sie in Hinsicht auf rettungskette und Erstversorgung geleistet haben. Es wäre wünschenswert wenn sich mehr taucher bei Aqua med versichern würden denn es kann jeden treffen!!!


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