Nach einem unkontrollierten Notaufstieg kann die Dekokammer die letzte Rettung sein, um die Gefäße wieder zu entsättigen.

Nach einem unkontrollierten Notaufstieg kann die Dekokammer die letzte Rettung sein, um die Gefäße wieder zu entsättigen. © Wolfgang Pölzer

Tauchunfall im Steinbruch Messinghausen: Duisburger schwebt in Lebensgefahr

Ein Duisburger Taucher schwebt nach einem Tauchgang im berüchtigten Steinbruchsee in Messinghausen in Lebensgefahr. Der Mann hatte wegen technischer Probleme einen Notaufstieg durchgeführt.

Der Taucher schwebt in Lebensgefahr. Er tauchte am Donnerstag im See des alten Steinbruchs in Messinghausen, einem beliebten Tauchrevier, das allerdings aufgrund der Häufigkeit von Tauchunfällen für Sporttaucher gesperrt war und den Beinamen „Todessee“ erhalten hatte.

See in Messinghausen ist berüchtigt

Die Polizei des Hochsauerlandkreises hat mitgeteilt, dass der 47jährige Mann mit seinem Tauchpartner in dem See unterwegs gewesen sei. In dem anspruchsvollen See darf erst seit kurzer Zeit wieder getaucht werden, wie die regionale Zeitung „WAZ“ berichtet. Die örtliche Polizei teilt mit, dass es während des Tauchgangs vermutlich zu Problemen mit seinem Atemregler gekommen ist. Deshalb habe sich der Taucher für einen Notaufstieg entschieden. Der Duisburger hat durch den Notaufstieg einen bedrohlichen Dekompressionsunfall erlitten.

Deko-Unfall durch zu schnellen Aufstieg

Wir Taucher bereits in der Grundausbildung lernen, kann der Körper bei einem zu schnellen Aufstieg nicht schnell genug vom Stickstoff entsättigen und es bleiben Gasbläschen zurück, die schlimmstenfalls die Blutgefäße verstopfen. Der 47jährige Taucher wurde deshalb mit einem Rettungshubschrauber in einer Spezialklinik in Aachen gebracht, wo der man in einer Dekokammer behandelt wird. Die Dekompressionskammer dient dazu, die Druckverhältnisse in der betauchten Tiefe zu simulieren und somit den Organismus anzuregen, die Gefäße weiter zu entsättigen.