Einer der ganz Großen im Tauchsport: Günter „Stolli“ Stolberg ist am 19.08.2016 im Krankenhaus in Palamos verstorben.

Einer der ganz Großen im Tauchsport: Günter „Stolli“ Stolberg ist am 19.08.2016 im Krankenhaus in Palamos verstorben. © Foto: Stollis Tauchbasis

Nachruf auf Günter „Stolli“ Stolberg

Einer der Pioniere des Tauchsports ist von uns gegangen: Günter „Stolli“ Stolberg ist in der Nacht zum Freitag, den 19.8.2016, im Hospital in Palamos im Alter von 79 Jahren, verstorben. Vor 45 Jahren wählte er Tamariu zur Gründung seiner Tauchschule. TAUCHEN-Autor und UW-Fotograf Paul Munzinger hat einen Nachruf auf das Tauch-Urgestein verfasst.

Adiós Stolli!

Eine ganz traurige Nachricht: Im Alter von 79 Jahren verstarb am 19. August 2016 Günter Stolberg, einer der ganz Großen im Tauchsport, weltweit bekannt unter dem Namen „Stolli“.

Der Charmeur und Grande Signore des Tauchsports kam aus Hamburg und galt als „graue Eminenz“ und Urgestein an der Costa Brava. Dort lebte er seit 1969, zuvor hatte er eine Basis in Kenia und auf den Malediven. Doch das wurde ihm zu kommerziell und in Tamariu fand er schließlich sein kleines Paradies und bot seither Spitzenqualität in Sachen Tauchsport an. Wie er selbst lächelnd und augenzwinkernd sagte, haben ihn ganz früh zwei Viren angesteckt: Tauchen und Tamariu. Beides zu kombinieren war sein Traum, den er sich in dem kleinen Ort auch erfüllte. Seine prominenteste Tauchschülerin war übrigens Leni Riefenstahl, die mit 71 Jahren das Tauchen lernte. Stolli gilt auch als der Vater der maledivischen Liveaboards, denn schon in den 70-Jahren segelte er mit einem eigens gekauften Schiff in die von Male und dem Flughafen weit entfernten Atolle im Süden. Selbst als Unterwasserfotograf war der Weltenbummler erfolgreich.

Eine ganz große Liebe war sein Segelschiff „Gabriela“, die bis heute die Taucher zu den besten Spots rund um Tamariu bringt. „El Navigante“, wie man ihn auch nannte, waren unzertrennlich und die beiden hielten die Tauchbasis 45 Jahre im richtigen Fahrwasser.

Seit etwa 10 Jahren zog sich Stolli immer mehr aus dem Basengeschäft zurück, denn das konnte er auch, ohne große Sorgenfalten zu bekommen. Mit Maria und Tom Pichlmaier hat er zwei echte Vollbluttaucher ins Boot geholt, die er an seiner Basis beteiligte. Die beiden führen nun leider alleine die Geschäfte weiter, aber ganz sicherlich in seinem Interesse.

Stolli`s Tauchbasis“ ist und bleibt, was sie immer war: Eine der besten Adressen nicht nur an der Costa Brava, sondern im gesamten Mittelmeer!

Von Paul Munzinger

www.stollis-divebase.eu