Die aktuelle Tauchen Magazin 08 2017.
Blick auf die Absaugglocke

Blick auf die Absaugglocke © AFP/Getty Images

Absaugglocke soll Öl nach oben pumpen

Fieberhaft wurde an ihr gearbeitet: Eine rund 125 Tonnen schwere Absaugglocke soll in wenigen Tagen im Golf von Mexiko über das größte Leck der versunkenen Bohrinsel „Deepwater Horizon“ gestülpt werden und das Öl kontrolliert nach oben pumpen. Ist das Ende der Ölpest endlich in Sicht?

Er ist rund zwölf Meter hoch, vier Meter breit und sieben Meter lang: der „Pollution Control Dome“ – eine Absaugglocke, die in den nächsten Tagen über das größte Leck der versunkenen Bohrinsel gestülpt werden soll. Nachdem es die UW-Roboter bislang nicht geschafft haben, das Sicherheitsventil in 1500 Metern zu schließen, ist sie die letzte Hoffnung, die Ölkatastrophe einzudämmen, denn täglich treten immer noch rund 800 Tonnen Rohöl aus.

Absenken des Pollution Control Dome in rund einer Woche
Nach unbestätigten Angaben soll ein Schiffskran die Glocke bis auf den Grund absenken. Das in der Glocke aufgefangene Öl soll dann kontrolliert über eine Steigleitung an die Wasseroberfläche gelangen, wo es in Tankschiffe gepumpt wird. Man hofft, mit dieser Aktion in rund einer Woche beginnen zu können.
An den Stränden von Mississippi und Louisiana sammeln Helfer inzwischen ölverschmierte Vögel ein, um sie aufzuwärmen und zu reinigen. Viele Tiere sind jedoch auch schon tot!

Fischfangverbot
Die US-Behörden erließen ein Fischfangverbot, das sich von der Mündung des Mississippis im US-Staat Louisiana bis zum Westen Floridas zieht. Wissenschaftler sollen überprüfen, wie stark die Fische und Meeresfrüchte vergiftet und dadurch eventuell gefährlich sind.