Die aktuelle Tauchen Magazin 08 2017.
Lost in Paradise: Blick auf das Misool Eco Resort im Raja-Ampat-Gebiet. Das halbrunde Gebäude ist das Restaurant der Anlage

Lost in Paradise: Blick auf das Misool Eco Resort im Raja-Ampat-Gebiet. Das halbrunde Gebäude ist das Restaurant der Anlage © Sub Aqua Tauchreisen

Misool Eco Resort setzt ökologische Maßstäbe

Wer einen Aufenthalt im Misool Eco Resort plant, taucht nicht nur in einem marinen Schutzgebiet, sondern unterstützt auch die ökologisch verantwortungsvolle Strategie der Betreiber. Doch schaffen es die Resort-Manager auch in Zukunft, dieses Konzept der Nachhaltigkeit in der indonesischen Region Raja Ampat umzusetzen?

Das Paradies könnte nicht anders aussehen! Zwischen der Ostküste Neuguineas und der Molukkeninsel Ceram liegt das Misool Eco Resort (MER) auf einer Privatinsel namens Batbitim. Die Insel im äußersten südlichen Teil von Raja Ampat ist eingebettet in einen riesigen Archipel von unbewohnten Inseln. Das MER erzielte vor Kurzem mit den einheimischen Gastgebern ein Abkommen zur Einrichtung eines marinen Schutzgebiets und pachtete ein Seegebiet von rund 400 Quadratkilometern. Darin sind jegliche Fischereiaktivitäten, Haifinning sowie das Sammeln von Schildkröteneiern und Muscheln verboten. Kein Wunder, dass sich in dieser Region einige der besten Tauchgründe Raja Ampats entwickelt: Manta Cleaning Station (beeindruckende Manta-Putzerstation), Boo (bekannt durch seine Arten- und Fischvielfalt) oder Gorgonian Passage (Riff mit wunderschönen Korallengärten). Taucher kommen dort voll auf ihre Kosten: Boote steuern mehr als 20 Spots innerhalb von zehn Minuten an, dort leben über 700 Weichtier- und 1200 Fischarten. Die Sichtweiten betragen um die 25 Meter, die Wassertemperatur circa 26 bis 28 Grad. Das MER verlangt zudem von allen Booten, riffschonend zu ankern. Wichtiger Baustein bei diesem ökologisch verantwortungsvollen Konzept: Konstruktion und Betrieb des Resorts werden so umweltbewusst wie möglich gestaltet, um die Auswirkungen auf die Umgebung zu minimieren. Dazu zählen die Bergung von Treibholz beziehungsweise die Holzbearbeitung in der inseleigenen Sägemühle sowie das Abwasser-Recycling von Waschbecken und Duschen. Im sozialen Bereich sind die Hotelmanager ebenfalls aktiv: Die meisten MER-Arbeitskräfte kommen aus Yellu, der nächstgelegenen Ortschaft. Preisbeispiel: Zwölf Nächte in einer Water Cottage inklusive Vollpension und Transfers kosten 2540 Euro. Weitere Infos: www.sub-aqua.de