11_2017_tauchen
Robert Kleß vom IFAW

Robert Kleß vom IFAW © F. Schneider

Tödlicher Handel

Wadde hadde dudde da? Bis zu 20 Prozent der Tier- und Pflanzenarten unserer Welt sind vom Aussterben bedroht. Ein wesentlicher Faktor ist der Handel mit Urlaubssouvenirs

Jedes Jahr beschlagnahmt der deutsche Zoll Tausende illegal eingeführte Urlaubsmitbringsel von Touristen – hergestellt aus Tieren oder Tierteilen bedrohter Arten. Obwohl die Tauchgemeinde grundsätzlich äußerst umweltbewusst die Meere und Seen erkundet, werden oft aus Unkenntnis Meerestiere wie Korallen, Muscheln oder Seepferdchen auf Souvenirmärkten gekauft. Dabei ist es oft schwierig, bei verarbeiteten Produkten zu erkennen, ob sie von geschützten Tierarten stammen. So gibt es zum Beispiel Alltagsgegenstände von Meeresschildkröten wie Haarkämme und Brillengestelle aus Schildplatt oder Schmuckstücke aus Edelkorallen. Grundsätzlich sollte man bei der Wahl seines Reiseziels berücksichtigen, dass Hotel und Tauchbasis dem Arten- und Naturschutz Sorge tragen und entsprechende Informationen an die Gäste weitergeben. „Nichts anfassen, alles unten lassen“, bringt es Robert Kleß, Projektleiter beim Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW), auf den Punkt. Weitere Infos: www.ifaw.de, Halle 3, StandB54