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Die beiden Taucher Derk Remmers (links) und Jens Hilbert sind mit auf der Expedition zum Wrack der „Wiesbaden“

Die beiden Taucher Derk Remmers (links) und Jens Hilbert sind mit auf der Expedition zum Wrack der „Wiesbaden“ © J. Wohlfromm

Wrackexpedition zur „Wiesbaden“

In zwei Tagen beginnt die Suche nach dem Wrack der „Wiesbaden“. Der kleine Kreuzer ist seit der Skagerrakschlacht im Ersten Weltkrieg verschollen

Am Sonntag, 8. August 2010, startet eine insgesamt neunköpfige Crew mit Expeditionsleiter Frank Olbert vom dänischen Thyborøn eine Wrackexpedition. Ziel ist, das Wrack des Kleinen Kreuzers „Wiesbaden“ zu lokalisieren und zu betauchen. Mit an Bord sind die beiden deutschen Taucher Jens Hilbert, Marinekampfschwimmer im schleswig-holsteinischen Eckernförde und Derk Remmers, Wracktaucher und GUE-Tech-Instructor aus Hamburg. Ziel der Expedition ist, Informationen über den tragischen Untergang der „Wiesbaden“ zu sammeln und ihre Geschichte für die Nachwelt zu dokumentieren. „Ein Wrack in dieser Tiefe zerfällt Jahr für Jahr“, erklärt Derk Remmers. Die fast 600 ertrunkenen Seeleute, unter denen sich auch der niederdeutsche Autor Johann Kinau, alias Gorch Fock, befand, „sollten nicht in Vergessenheit geraten“, so Remmers. Seit der Skagerrakschlacht im Ersten Weltkrieg, die vom 31. Mai bis zum 1. Juni 1916 stattfand, liegt das 145 Meter lange Kriegsschiff auf dem Grund der Nordsee. Nach einen direkten Artillerietreffer der englischen Royal Navy in den Maschinenraum der „Wiesbaden“ geriet das Schiff manövrierunfähig zwischen die Linien der verfeindeten Flottenverbände und ging nach weiteren Einschlägen und einem Torpedotreffer schließlich unter.