Titel der 10/18
driftnet1

driftnet1 © Ein Delfin hat sich in einem illegalen Treibnetz verfangen. Foto: Eliza Muirhead/Sea Shepherd

Schockierendes Video: Sea Shepherd startet Operation Driftnet

Die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd startet eine Aktion gegen illegale Treibnetze im Indischen Ozean und lanciert gleichzeitig ein verstörendes Video, das die Graumsamkeit dieses Fischfangs zeigt.

Während die Steve Irwin – das Flagschiff von Sea Shepherd – auf dem Weg in den Indischen Ozean ist, um den Kampf gegen Treibnetze aufzunehmen, veröffentlicht die Umweltschutzorganisation ein schockierendes Video, das die Ausmaße illegaler Fischerei in ihrer gesamten Brutalität gegenüber den Meeresbewohnern zeigt.

Da blutet das Herz: Keine Tierart ist vor illegaler Fischerei sicher. Foto: Eliza Muirhead/Sea Shepherd

Da blutet das Herz: Keine Tierart ist vor illegaler Fischerei sicher. Foto: Eliza Muirhead/Sea Shepherd

Treibnetze: Diese Fangmethode wurde bereits 1992 verboten

Bereits im Jahr 1992 wurde diese Fischereimethode von den Vereinten Nationen verboten, weil sie komplett willkürlich alle Tiere tötet, die sich in den tückischen Netzen verheddern. Wie im aktuellen nutzen Flotten die Abgelegenheit bestimmter Gegenden und die fehlende juristische Verfolgung, um diese Fangmethode trotzdem zu verwenden. Deshalb erlebt die illegale Fischerei mit Treibnetzen derzeit ein Revival.

Verstörendes Video: Treibnetze töten wahllos

Steve Irwin erwischt die Flotte bereits im Januar

Bereits im Januar diesen Jahres hatte die Steve Irwin die illegale Fischfangflotte bei ihren Aktivitäten erwischt. Nun hat Sea Shepherd die schockierenden und verstörenden Aufnahmen dieser ersten Begegnung veröffentlicht. Das Video zeigt, welche Tierten sich in den tückischen Netzen verfangen haben. Dazu gehören Delfine, Haie, verschiedene Fischarten, Robben und auch der Südliche Blauflossen-Thunfisch, der bereits vom Aussterben bedroht ist. Alle diese Tiere sind der Willkür dieses tückischen Fischfangs zum Opfer gefallen.

Ein Delfin hat sich in einem illegalen Treibnetz verfangen. Foto: Eliza Muirhead/Sea Shepherd

Ein Delfin hat sich in einem illegalen Treibnetz verfangen. Foto: Eliza Muirhead/Sea Shepherd

Neue Kampagne: Sea Shepherd startet Operation Driftnet

Um dem Problem mit der illegalen Fischerei Herr zu werden, hat Sea Shepherd jetzt die Kampagne Operation Driftnet gestartet, die es endlich möglich machen soll, die Fischer mit ihren Schiffen direkt bei ihren illegalen Aktivitäten zu stellen und auch direkt einzugreifen, um die Treibnetzfischerei zu beenden.

Außerdem wird die Umweltschutzorganisation die Handlungen der Treibnetzfischer dokumentieren und auf diesem Weg beweise sammeln, die den Ermittlungen an Land helfen sollen. Durch die Kombination dieser Maßnahmen will Sea Shepherd das Ende der illegalen Treibnetzfischerei einläuten.

Ziehen alle an einem Strang: Sea Shepherd Mitglieder ziehen ein illegales Treibnetz aus dem Meer. Foto: Eliza Muirhead/Sea Shepherd

Ziehen alle an einem Strang: Sea Shepherd Mitglieder ziehen ein illegales Treibnetz aus dem Meer. Foto: Eliza Muirhead/Sea Shepherd

Kapitän der Steve Irwin: „Wir werden dafür sorgen, dass das Verbot durchgesetzt wird!“

Der Kapitän der Steve Irwin, Siddarth Chakravarty, sagt sodann auch der illegalen Treibnetzfischrei den Kampf an: „1992 wurden die Treibnetze durch ein Moratorium der Vereinten Nationen verboten. Damals waren die Staaten der Welt wegen der negativen Auswirkungen dieser Fischereimethode alarmiert.“ Damals hätten die Treibnetze keine Existenzberichtigung und heute genauso wenig. Sea Shepherd müsse dafür sorgen, dass das Verbot durchgesetzt werde, so Chakravarty.

Die Umweltaktivisten gehen davon aus, alsbald auf die Fischreiflotte im Indischen Ozean zu treffen. TAUCHEN.de wird weiter im Auge behalten, wie sich die Geschehnisse vor Ort entwickeln. Auch in den deutschen Gewässern ist die Umweltschutzorganisation derzeit aktiv und warnt: Die Delfine in der Ostsee sind in Gefahr! 

Das könnte Sie auch interessieren: Seashepherd startet Taucher-Netzwerk Sea Shepherd Dive