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Vielerorts trauriger Ist-Zustand in Ägypten: Der Plastikmüll nimmt zu und belastet die Umwelt

Vielerorts trauriger Ist-Zustand in Ägypten: Der Plastikmüll nimmt zu und belastet die Umwelt © J. Rankin

Ägypten: Der Regierungsbezirk Rotes Meer soll plastiktütenfreie Zone werden

Die HEPCA (Hurghada Environmental Protection and Conservation Association) unterstützt den Gouverneur des Regierungsbezirks Rotes Meer bei einer geplanten Verordnung: Die umweltbelastenden Plastiktüten sollen verschwinden

Der Gouverneur des Regierungsbezirks Rotes Meer, Magdi Kubeissi, hat es sich zum Ziel gesetzt: Ab dem 1. Januar 2009 sollen Plastiktüten im Bezirk nahezu der Vergangenheit angehören, und die HEPCA will diese Verordnung mit einer neuen Kampagne unterstützen. Die ungeliebten Plastiktüten belasten nämlich nicht nur das Land, sie bedrohen auch viele Meereslebewesen, wenn sie ins Meer geweht werden. Hier stellen sie eine massive Gefahr für Vögel, Schildkröten, Delphine und andere Meereslebewesen dar. Werden die Tüten von den Tieren verschluckt, ist das häufig ihr Todesurteil. Schildkröten zum Beispiel verwechseln die im Meer treibenden Tüten häufig mit Quallen und fressen sie. Einmal im Magen führt die unverdauliche Tüte zu einem langsamen Tod des Tieres. Andere Tiere wiederum verheddern sich in den Tüten und sterben an den Folgen. In diesem Zusammenhang liegen der HEPCA alarmierende Zahlen vor.
Nun soll es der Plastiktüte an den Kragen gehen, wofür noch mehrere Vorgehensweisen diskutiert werden – darunter auch Gebührenmodelle, wie wir sie aus Teilen Europas kennen. Die HEPCA erarbeitet für Ägypten umsetzbare Lösungsvorschläge, wie zum Beispiel die Entwicklung von wiederverwendbaren Einkaufstaschen und Alternativen zur Plastiktüte, sowie verschiedenste Aufklärungsinitiativen. Weitere Infos dazu in Kürze auf: www.hepca.com