Der Titel von TAUCHEN September 2017
Von der Bohrinsel im Vordergrund aus wird eine der Entlastungsbohrungen durchgeführt

Von der Bohrinsel im Vordergrund aus wird eine der Entlastungsbohrungen durchgeführt © Getty Images

Bohrloch mit Zement versiegelt

Wie BP meldet, ist das Bohrloch mit Zement versiegelt worden. Ein Ende der Arbeiten in 1500 Metern Tiefe bedeutet das aber noch nicht

Nachdem BP seit Mittwoch über 365 Tonnen Spezialschlamm in das Steigrohr der Ölquelle gepumpt hatte konnte der Energiekonzern gestern einen „Zementpfropfen“ aufsetzen. Dieser Pumpvorgang soll rund sechs Stunden gedauert haben. Nun härtet der Zement aus und das Gebiet um das Bohrloch in 1500 Metern Tiefe wird weiter überwacht.
Die Arbeiten sind damit jedoch noch nicht abgeschlossen. Weiterhin soll die Ölquelle auch von unten mit Schlamm und Zement versiegelt werden. Diese Versiegelung soll über zwei Entlastungsbohrungen erfolgen, die ihr Bohrziel in rund 4000 Metern unter dem Meeresspiegel schon fast erreicht haben. 
Seit dem Untergang der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ sind schätzungsweise 780 Millionen Liter Rohöl in den Golf von Mexiko ausgelaufen. Damit ist das Unglück der größte Ölunfall der Geschichte.

In dem CNN-Video berichtet der Krisenbeauftragte der US-Regierung, Thad Allen, von dem Zementierungsvorgang und den noch anstehenden Arbeiten der Entlastungsbohrungen.