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Das Bohrschiff „Discover Enterprise“ sowie eine Bohrinsel befinden sich neben anderen Schiffen am Unglücksort

Das Bohrschiff „Discover Enterprise“ sowie eine Bohrinsel befinden sich neben anderen Schiffen am Unglücksort © AFP/Getty Images

BP setzt auf zwei Methoden

Nachdem die große Stahl-Absaugglocke vom Öl-Leck abgezogen werden musste, setzt BP auf zwei weitere Methoden, das Öl-Leck zu stopfen

Das Projekt „Stahlkuppel“ ist noch nicht ganz vom Tisch, soll nun allerdings in einer anderen Form zum Erfolg führen: Derzeit wird an einer zweiten, kleineren Absaugglocke (Stahlkuppel) gearbeitet, die über das größere Leck gestellt werden soll. Diese soll über ein Bohrrohr und eine Steigleitung mit einem Bohrschiff verbunden werden, um das aufgefangene Öl zu sammeln. Das Design dieser Kuppel wird darauf ausgelegt, die Bildung größerer Mengen von Eiskristallen zu minimieren. Diese Kristalle hatten das Aus des ersten Kuppelmodells bedeutet.
Darüber hinaus kann nach erfolgen Arbeiten am Blowout-Preventer (Sicherheitsventil) nun ein Versuch gestartet werden, den Ölaustritt mit einer sogenannten „Top Kill“-Methode zu verschließen. Dabei soll es sich um ein Gemisch aus Lehm und Beton handeln, das in die Quelle gepumpt wird.

Maßnahmen an der Wasseroberfläche
Nach Angaben von BP befinden sich zurzeit über 275 Schiffe im Einsatz, um den Ölteppich einzudämmen. Außerdem sind bis jetzt rund 1,2 Millionen Liter an Dispersionsmitteln ausgebracht worden, um das Öl in kleinere Tröpfchen aufzulösen. Rund 90 000 Barrel (etwa 10,4 Millionen Liter) öliger Flüssigkeit sind bislang aufgenommen worden. Für den Küstenschutz wurden über 300 Kilometer Öl-Barrieren ausgelegt.