Der Titel von TAUCHEN September 2017
Die mobile Bohrinsel „Q4000“ (rechts) steht direkt über dem defekten Sicherheitsventil. Von hier aus wird die Top-Kill-Methode durchgeführt

Die mobile Bohrinsel „Q4000“ (rechts) steht direkt über dem defekten Sicherheitsventil. Von hier aus wird die Top-Kill-Methode durchgeführt © Getty Images

Erfolg von „Top Kill“ bleibt offen

Ölaustritt gestoppt, zeitweise gestoppt oder nur vermindert – gestern überschlugen sich die Meldungen über einen möglichen Teilerfolg der Top-Kill-Methode. Heute verkündet BP, dass der Ausgang noch offen ist

War die „Los Angeles Times“ mit ihrer gestrigen Erfolgsmeldung vielleicht etwas vorschnell? Heute hören sich die Meldungen über den Fortschritt der Top-Kill-Methode jedenfalls etwas anders an!
BP gibt bekannt, dass die Operation „Top Kill“ weiter fortgeführt wird – schätzungsweise für weitere 24 bis 48 Stunden. Genauere Angaben gibt es zu dieser Methode in der Pressemeldung von BP nicht. Kein Wort zu einem Stopp des Ölaustritts, keine weiteren Informationen zu einer Verminderung des Ölaustritts. Dafür wurde wiederholt, dass die Vorbereitungen für eine mögliche Installation der „LMRP“-Glocke weiterlaufen.
In einem Interview mit CNN geht BP-Manager Doug Suttles genauer auf den Top-Kill-Ablauf der vergangenen Tage ein. So wurde das Einpumpen des Schlamms einige Zeit unterbrochen, um Messungen durchzuführen. Bedauerlicherweise hatte man vergessen, darüber zu informieren …
Den Link zur CNN-Meldungen findet ihr unten im Info-Kasten.


Neue Zahlen vom FRTG-Team

Die unabhängige „Flow Rate Technical Group“ hat gestern ihre ermittelten Zahlen zur Menge des Ölaustritts veröffentlicht. Sie haben die Zahl mit drei verschiedenen Kalkulationsmethoden ermittelt und sprechen von 12 000 bis 19 000 Barrel Öl, die tagtäglich aus den Lecks in den Golf von Mexiko strömen. Umgerechnet sind das zwischen 1,9 und 3 Millionen Liter!