11_2017_tauchen
Thunfischfang vor Spanien

Thunfischfang vor Spanien © WWF/J. Bartolome

Fangstopp für Roten Thunfisch im Mittelmeer

Auf dem Weltnaturschutzkongress
in Barcelona haben sich Japan und Spanien entschlossen, den Fangstopp
für den Roten Thunfisch im Mittelmeer zu unterstützen, bis diese Fischerei
wieder in geregelten Bahnen verläuft

Wie der WWF meldet, wird der Fang in der Laichsaison, im Mai und Juni, völlig eingestellt. Im Rest des Jahres sollen die Fangquoten nahezu halbiert werden. Für den WWF ist das ein notwendiges, aber überfälliges Signal. Durch jahrelange Überfischung und illegale Fänge stünden die Bestände kurz vor dem Zusammenbruch. „Spanien ist die wichtigste Fangnation, Japan der Hauptabsatzmarkt für Thunfisch. Deshalb ist die Haltung dieser Länder entscheidend“, erläutert Karoline Schacht, Fischereireferentin beim WWF Deutschland.  

Dem Beschluss von Barcelona kommt im Hinblick auf  die Sitzung der „Kommission zum Schutz des Atlantischen Tunfisch“ (ICCAT) entscheidende Bedeutung zu. Das Gremium muss im November über Fangquoten und Management für den Roten Tun entscheiden. Für den WWF ist der Umgang mit dem kostbaren Fisch eine internationale Schande. Ein kürzlich vorgestellter WWF-Bericht zeigt, dass die Fangkapazitäten für den bedrohten Roten Thunfisch noch immer doppelt so hoch sind wie die erlaubten Höchstfangmengen. Hinzu kommt eine nahezu unregulierte italienische Flotte, die wiederholt die Fischereiregeln gebrochen hat. „Wir können und diesen Raubbau auf Dauer nicht leisten“, betont Karoline Schacht. „Kein Fisch trinkt den Teich aus, in dem er lebt, immerhin scheint es so, als ob sich diese simple Erkenntnis allmählich auch in Teilen der Fischerei durchsetzt.“  Weitere Infos: www.wwf.de