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Am 21. April 2010 kam es zu einer Explosion auf der Bohrinsel. Einen Tag später sank sie

Am 21. April 2010 kam es zu einer Explosion auf der Bohrinsel. Einen Tag später sank sie © Getty Images

Lage im Golf von Mexiko spitzt sich weiter zu

Nach dem Untergang der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ ist es noch immer nicht gelungen, den Ölaustritt zu stoppen. Der Ölteppich ist inzwischen rund doppelt so groß wie die Fläche Hamburgs! Die Experten setzen nun auf drei Methoden, die Situation in den Griff zu bekommen

Rund 1500 Quadratkilometer soll der Ölteppich bereits groß sein – und aus den beiden Lecks strömen immer noch täglich zwischen 140 und 160 Tonnen Rohöl aus. Experten vor Ort versuchen seit Sonntag mit UW-Robotern (ROVs), ein Ventilsystem zu aktivieren, dass die Lecks verschließen soll. Sollte dieses Vorhaben nicht gelingen, soll durch Entlastungsbohrungen eine schwere Spezialflüssigkeit in das Bohrloch gepumpt werden, die den weiteren Öl- und Gasaustritt verhindern kann. Eine entsprechende Ölbohrplattform soll in der vergangenen Nacht am Unglücksort bereits eingetroffen sein. Als weitere Methode, die Situation in den Griff zu bekommen, könnte die Konstruktion einer Kuppel über dem Bohrloch sein. Das in die Kuppel austretende Öl könnte dann in Tanks auf der Meeresoberfläche weitergeleitet werden.
Der Ölteppich auf der Meeresoberfläche wird mit Bindemitteln, die von Flugzeugen und Helikoptern ausgebracht werden, und durch Schiffe mit Absaugeinrichtungen bekämpft. Bedauerlicherweise wurden diese Arbeiten am Wochenende durch schlechtes Wetter erschwert.