Die aktuelle Tauchen Magazin 08 2017.
Zwei ägyptische Arbeiter bei Reinigungsarbeiten im nördlichen Roten Meer bei Hurghada

Zwei ägyptische Arbeiter bei Reinigungsarbeiten im nördlichen Roten Meer bei Hurghada © AFP/Getty Images

Ölteppich im Roten Meer

Eine Ölkatastrophe wie im Golf von Mexiko ist laut Chamber of Diving and Watersports (CDWS), der ägyptischen Behörde für Wassersport und Tauchen, im nördlichen Roten Meer vor El Gouna und Hurghada nicht zu erwarten. Die ausgetretene Ölmenge hält sich glücklicherweise wohl in Grenzen

Entwarnung für die Tauchplätze vor El Gouna und Hurghada: Wie die CDWS berichtet, geht in den beiden Taucherhochburgen alles seinen gewohnten Gang. Die Basen würden mit ihren Schiffen wie üblich die Spots vor Giftun Island in Hurghada oder in der Straße von Gubal, wo die Wracks der „Carnatic“ oder der „Giannis D“ liegen, ansteuern – business as usual. Diveguides der Tauchschulen Aquarius, Ilios Dive Club und Blue Brothers berichten, sie hätten keine Anzeichen von Öl an den Korallenriffen entdeckt. Das Öl trat vor drei Tagen aus einem Leck auf einer Bohrinsel rund 70 Kilometer nördlich von El Gouna aus. Allerdings: Immerhin zwölf Resorts in Hurghada und El Gouna melden Ölverunreinigungen an ihren Stränden. Die Umweltschutzorganisation HEPCA informiert zudem, dass die Anstrengungen, die Ölkatastrophe einzudämmen, gelungen wären: „Mehr als 90 Prozent der Strände nördlich von Hurghada wurden per Hand gereinigt. Die Aktion war erfolgreich.“ Wie groß das Ausmaß der Verschmutzung ist, können die beiden Organisationen abschließend (noch) nicht abschätzen.

Auf dem HEPCA-Kanal auf Youtube stehen drei kurze Videosequenzen, die vor der leckgeschlagenen Ölbohrplattform (Geisum Wellhead) gedreht wurden. Zwei von den Filmen könnt ihr euch gleich hier anschauen. Die Videos wurden am 21. Juni ins Internt gestellt: