Die aktuelle Tauchen Magazin 08 2017.
Blick auf die Bohrinseln und Schiffe oberhalb der Unglückstelle am 29. Mai 2010

Blick auf die Bohrinseln und Schiffe oberhalb der Unglückstelle am 29. Mai 2010 © Getty Images

Rückschlag für BP: Operation „Top Kill“ gescheitert

Man hat es sich anders gewünscht, aber leider funktioniert der Versuch von BP nicht, das Bohrloch im Golf von Mexiko mit Schlamm und Zement abzudichten. Als nächstes soll eine neue Glocke über den Blowout Preventer – das Sicherheitsventil – gesetzt werden

Die Top-Kill-Methode war leider nicht erfolgreich. BP konnte das Bohrloch nicht, wie geplant, mit Spezialschlamm und Zement abdichten. Auch das Einbringen eines „Junk Shots“ hat nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt.
Als nächsten Schritt plant BP, die sogenannte LMRP-Cap auf das Sicherheitsventil (Blowout Preventer; BOP) zu setzen. Dafür wird, wie schon in vorhergehenden News von uns beschrieben, das defekte Steigrohr am Ventil abgetrennt und die speziell angefertigte Glocke mit einer Dichtung auf das Ventil aufgesetzt. Die Glocke soll dann über eine Steigleitung das austretende Öl an die Oberfläche leiten. Durch den geringeren Durchmesser dieser Glocke hofft BP, das Problem mit den sich bildenden Gashydraten in den Griff zu bekommen. Die Gashydrate hatten einen ersten Einsatz eines größeren Glockenmodells unmöglich gemacht.
Darüber hinaus laufen Pläne, ein weiteres Sicherheitsventil auf den bestehenden, defekten Blowout Preventer zu setzen. Ein Zeitrahmen für diese Aktion ist uns jedoch nicht bekannt.
In einem Interview mit CNN geht BP-Manager Doug Suttles auf die erfolglose „Top Kill“ Methode ein und erklärt die nächsten Schritte. Eine kurze Grafik stellt auch die die Installation der LMRP-Glocke dar. Den Link zur kompletten CNN-Meldung findet ihr unten im Info-Kasten.