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Seit gestern wird Öl auch an die Strände von Alabama (hier Dauphin Island) gespült. Reinigungstrupps sind vor Ort

Seit gestern wird Öl auch an die Strände von Alabama (hier Dauphin Island) gespült. Reinigungstrupps sind vor Ort © Getty Images

Sägearbeiten fehlgeschlagen

BPs Versuch, die defekte Steigleitung der untergegangenen Bohrinsel „Deepwater Horizon“ mit einer Diamantsäge abzutrennen, ist fehlgeschlagen: Die Säge blieb stecken. Nun sollen andere Gerätschaften diese Arbeit beenden, was jedoch andere Schwierigkeiten mit sich bringt

Die Diamantsäge blieb auf halber Strecke stecken und konnte ihre Arbeit nicht wieder aufnehmen. Rund zwölf Stunden dauerte es, die Säge zu entfernen. Infolgedessen musste BP sämtliche Pläne ändern. Nun soll ein Schneidgerät, das zuvor bereits an einer anderen Stelle die Steigleitung erfolgreich durchtrennte, die Arbeiten beenden. Das Problem: Die Schnittkanten, die diese „Metallschere“ hinterlässt, sind nicht so sauber beziehungsweise fein, dass eine LMRP-Glocke aufgesetzt werden kann.
Stattdessen soll nun der „Top Hat“ über das Sicherheitsventil (Blowout Preventer) gestülpt werden und das Öl über eine Leitung an die Oberfläche transportieren. Diese „Top Hat“-Glocke steht bereits seit dem 12. Mai 2010 auf dem Meeresgrund. Sie sollte eigentlich das erste größere Glockenmodell ablösen, dass wegen der sich in der Tiefe bildenden Gashydrate nicht erfolgreich war. BP änderte dann aber seine Pläne und installierte das RITT-Tool, das immerhin rund 20 Prozent des Öls an die Oberfläche transportierte.

Öl erreicht weitere Küstenabschnitte
Inzwischen wird Öl auch an die Küsten Alabamas gespült, Einsatzteams sind mit Säuberungsarbeiten beschäftigt. Innerhalb der nächsten zwei Tage soll der Ölteppich Florida erreichen – erste Schlieren wurden bereits gesichtet.

Wer sich ein Bild von der Metallschere machen möchte, kann sich das folgende Video anschauen. Hier wird der Einsatz am Ende der Steigleitung gezeigt (vom 1. Juni 2010).