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Schadenersatz in Millionenhöhe gefordert

Nachdem die „CSCL Hamburg“ Ende letzten Jahres in der Straße von Tiran in Ägypten auf ein Riff auflief, fordert die Chamber of Diving and Watersports (CDWS) Schadenersatz in Millionenhöhe

Fünf Millionen US-Dollar fordert die ägyptische Regierung nach einem Bericht der Chamber of Diving and Watersports (CDWS) von den Besitzern des Containerschiffs „CSCL Hamburg“. Das 260 Meter lange Frachtschiff war am 31. Dezember 2009 auf das Woodhouse Reef in der Straße von Tiran/Ägypten aufgelaufen (siehe dazu auch unsere News vom 14. Januar 2010).
Verletzt wurde bei diesem Unfall niemand, aber ein großer Teil der Riffnordseite wurde dabei zerstört. Der Direktor des Sinai National Park Dr. Mohammed Salem äußerte sich gegenüber der CDWS folgendermaßen: „Das betroffene Gebiet ist ungefähr 700 Quadratmeter groß. Bis in eine Tiefe von 35 Metern ist das Riff zu 100 Prozent zerstört. Es wird geschätzte 100 Jahre brauchen, bis sich das Riff erholt hat“. Die „CSCL Hamburg“ wurde nach neun Tagen vom Riff gezogen und später von den ägyptischen Behörden festgesetzt. Die fünf Millionen-Dollar-Strafe soll Naturschutzprojekten in ganz Ägypten zu Gute kommen. Weitere Infos: www.cdws.travel