Schildkröten-Schutz auf Bali – der Kampf geht weiter!

„Der Kampf, den Schildkrötenmord auf Bali zu stoppen, war so gut wie gewonnen.“ Kurt Amsler, international bekannter UW-Fotograf, langjähriger tauchen-Mitarbeiter und Mitbegründer der Schildkröten-Schutzorganisation „SOS Seaturtles“, zog vor einigen Monaten eine recht positive Bilanz. Der Schildkkrötenmarkt war so weit geschrumpft, dass es selbst für Balis Polizei und die Aktivisten von Profauna, einer von „SOS Seaturtles“ unterstützten Umweltschutzorganisation, die vor Ort die Schildkröten-Mafia im Visier hatten, schwierig wurde, noch Aktivitäten festzustellen. Doch Ende 2009 schien sich das Blatt wieder zu wenden. Lobbyisten verschiedener Interessengruppen setzten den Gouverneur von Bali unter Druck, eine Quote von jährlich 1000 Schildkröten für „religiöse Zeremonien“ zum Töten freizugeben. Mit diesem „Persilschein“ hätten die Schlächter ihre Massaker wieder beginnen können. Profauna und „SOS Seaturtles“ haben sofort reagiert mit Medienberichten, Rundschreiben, Protestbriefen und Publikationen auf Internetportalen. Im Februar dieses Jahres dann ein Erfolg auf ganzer Linie: Der Antrag wurde von der indonesischen Regierung in Jakarta abgelehnt, der Gouverneur gab im staatlichen Fernsehen ein Bekenntnis ab, zum Schutz der Schildkröten noch intensiver und häufiger gegen den illegalen Handel vorzugehen. In den letzten Monaten freilich haben mehrere Befreiungsaktionen gezeigt, dass der Handel mit Schildkröten wieder zunimmt. So wurden im November in der Region von Karangasem, rund 15 Kilometer von Kubu Beach entfernt, 87 Schildkröten befreit. Weitere Infos: www.sos-seaturtles.ch