Die aktuelle Tauchen Magazin 08 2017.
Die Malediven wurden mit dem Shark Guardian geehrt. Gerhard Wegner

Die Malediven wurden mit dem Shark Guardian geehrt. Gerhard Wegner © F. Schneider

„Shark-Guardian“ und „-Enemy“ verliehen

Seit acht Jahren vergibt die Haischutzorganisation Sharkproject den „Shark Guardian“ und „Shark Enemy“ of the Year. In diesem Jahr sind gleich zwei für den „Guardian“, den Positiv-Award, nominiert. Den „Shark Enemy“ bekommt eine Organisation, die sich eigentlich für den Schutz der Meerestiere aussprechen sollte!

Seit acht Jahren verleiht die Haischutzorganisation Sharkproject auf der Messe „boot“ in Düsseldorf den Shark-Guardian, einen Positiv-Award für Haischützer, und den Shark-Enemy, einen Negativ-Award für Menschen, Regierungen oder Unternehmen die das Abschlachten der Haie direkt oder indirekt unterstützen.

2012 gibt es gleich zwei Preisträger des Shark-Guardian: die maledivische Regierung und das Safarischiff „Royal Evolution“! „Wir freuen uns sehr,“ sagt Sharkproject-Präsident Gerhard Wegner, „den Award in diesem Jahr der Malediven-Regierung zu verleihen“. Die Malediven haben ihren Inselstaat, 90 000 Quadratkilometer Fläche, zur Haischutzzone erklärt! Ein großer Schritt in Richtung Meeresschutz. Ausgezeichnet wurde auch die neue nachhaltige ökologische Ausrichtung der Malediven unter der Regierung des Präsidenten Mohamed Nasheed. Besonders bemerkenswert, da der Amtsvorgänger des jetzigen Präsidenten noch 2007 den Negativ-Award erhielt.
Den zweiten Shark-Guardian verlieh Sharkproject der „Royal Evolution“-Crew für ihren Einsatz auf einer Safari im Roten Meer. „Die Mannschaft entdeckte auf dem Rückweg vom Sudan eine Longline, an der bereits etliche Haie um ihr Leben kämpften,“ so Wegner. „Die Crew zögerte nicht lang und holte sie raus. Mit dieser Aktion konnten sie einigen Tieren das Leben retten!“

Der Shark-Enemy ging an das MSC-Siegel (Marine Stewardship Council). Das blaue Siegel steht eigentlich für umweltbewussten und nachhaltigen Fischfang, doch es hat den Dornhai aus einem begrenzten Bezirk vor Kanada wieder zertifiziert und damit das Thema Schillerlocke wieder neu entflammt. „Es kann keine nachhaltige Fischerei sein, wenn eine Tierart, die weltweit vor der Ausrottung steht, nun in einem begrenzten Gebiet wieder gefischt werden darf, nur weil dort noch Restbestände vorhanden sind,“ so Wegner dazu.

Weitere Infos findet ihr auf www.sharkproject.org oder direkt am Stand der Haischutzorganisation Sharkproject auf der Meese „boot“.