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Don Walsh und Jacques Piccard an Bord der „Trieste“

Don Walsh und Jacques Piccard an Bord der „Trieste“ © Wikipedia

Tiefseeforscher Jacques Piccard ist tot

Jacques Piccard, der bekannteste Pionier der Tiefseeforschung, der mit seinem U-Boot „Trieste“ tiefer als jeder andere Mensch getaucht ist, ist am 1. November im Alter von 86 Jahren in seinem Haus am Genfer See gestorben

Jacques Piccard wurde 1922 in Brüssel geboren, studierte Wirtschaft und Geschichte und war in den 50er Jahren als Mitarbeiter seines Vaters Auguste Piccard an Konstruktion und Bau des Bathyscaphs (U-Boot) „Trieste“ beteiligt. An diesem Tiefsee-U-Boot zeigte die US-Marine großes Interesse und finanzierte Probetauchgänge vor der italienischen Insel Capri.
Am 23. Januar 1960 wurde Jacques Piccard mit seinem Tauchgang zum tiefsten Punkt der Erde im Marianengraben im Pazifik auf eine Tiefe von 10.910 Meter schlagartig berühmt. Der von ihm und dem US-Marinelieutnant Don Walsh aufgestellte Tiefenrekord wurde bis heute nie wieder erreicht.
Jacques Piccard baute anlässlich der Schweizer Landesausstellung 1964 das erste Touristen-U-Boot, das im Genfer See zum Einsatz kam. In ihm gelangten etwa 33.000 Menschen an den Grund des Sees.