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West-Nile-Fieber-Ausbruch in Griechenland

West-Nile-Fieber-Ausbruch in Griechenland – das Centrum für Reisemedizin rät, auf Mückenschutz zu achten

„Wer nach Griechenland reist, sollte ausreichenden Mückenschutz im Gepäck haben“, rät der Wissenschaftliche Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf, PD Dr. Tomas Jelinek. Erstmals sind jetzt in Thessaloniki 22 Menschen an dem von Mücken übertragenen  West-Nile-Fieber erkrankt. Drei ältere Patienten verstarben.

Grippeähnliche Symptome
West-Nile-Fieber ist eine akute, oft grippeähnliche Erkrankung, die vor allem in den Tropen und Subtropen und seit einigen Jahren auch in Nord-Amerika (USA und Kanada) gehäuft vorkommt. Die Ausbreitung des Erregers kann sehr schnell über weitere Regionen erfolgen. 1999 tauchte das Virus erstmals an der Westküste der USA auf, innerhalb weniger Jahre war es bis zur Ostküste vorgedrungen. Die Krankheit bricht etwa drei bis sechs Tage nach dem Stich durch eine infizierte Mücke aus. Fieber und Muskelschmerzen sind typische Symptome. Später schwellen oftmals noch die Lymphknoten an. Rund ein Drittel der Erkrankten entwickelt an Brust, Rücken und Armen einen Hautausschlag, der jedoch ohne Schuppung abheilt. Bei einigen Patienten kommt es zu Hirn- oder Hirnhautentzündung. Vor allem bei älteren Menschen kann die Infektion tödlich verlaufen. Eine Impfung gegen West Nile-Fieber gibt es nicht.

Mücken kommen in der Dämmerung
„Vor allem mit Einbruch der Dämmerung sind die Überträgermücken aktiv“, sagt Dr. Jelinek. Schlafstätten sollten daher möglichst mückenfrei gehalten werden. Moskitonetze bieten dafür den besten Schutz. Um auch kleinste Stechmücken abzuhalten aber dennoch eine gute Luftzirkulation zu ermöglichen, sollte das Netz eine Lochgröße zwischen 1,2 und 1,5 Millimeter haben. Eine zusätzliche Imprägnierung mit Permethrin erhöht die Effektivität. Helle Kleidung ist zudem besser als dunkle, da dunkle Flächen die Insekten anlocken. Auch zu dünne Stoffe können von den Mücken durchstochen werden. Zudem sollte auf nicht bedeckte Hautstellen ein spezielles Mückenabwehrmittel (Repellent) aufgetragen werden. Repellents, die den Wirkstoff DEET (Diethyl-m-Toluamid) beinhalten, haben sich gut bewährt. Sie bieten mindestens drei bis vier Stunden lang Schutz gegen die meisten stechenden Insekten. Weitere Infos: www.crm.de