Die aktuelle Tauchen Magazin 08 2017.
Sogenannte Skimmerboote sammerln das Öl auf der Wasseroberfläche auf

Sogenannte Skimmerboote sammerln das Öl auf der Wasseroberfläche auf © Getty Images

Wird der Ölteppich im Golf von Mexiko verbrannt?

Die Lecks nach dem Untergang der Bohrinsel sind noch immer nicht gestopft. Täglich laufen 140 bis 160 Tonnen Rohöl ins Meer und der Ölteppich wächst und wächst – und treibt näher auf die Küste zu. Ist Anzünden eine Lösung?

Der Ölteppich nach dem Untergang der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ soll inzwischen ein Ausmaß von etwa 130 mal 80 Kilometer haben – und er treibt immer näher an die Küsten heran. Nun überlegen die Behörden, den Ölteppich abzufacken, um so das Ausmaß der Ölkatastrophe einzudämmen. Problematisch ist das ganze jedoch, da solch ein Vorhaben bislang noch nie durchgeführt wurde. Außerdem kommt es bei der Verbrennung zu einer starken Luftverschmutzung – und die Auswirkungen auf die Meereslebewesen kann ebenfalls niemand abschätzen.
Seit Tagen wird mit Tauchrobotern versucht, das Sicherheitsventil in der Ölleitung zu schließen. Bisher leider ohne Erfolg! Weiter vorangetrieben wird das Projekt, eine Art Kuppel oder Zelt unter Wasser aufzubauen, die das aufsteigende Öl auffangen soll, damit es gezielt abgepumpt werden kann. Nach unbestätigten Angaben sollen diese Arbeiten jedoch Wochen bis Monate dauern.