Tauchmedizin

Beiträge

Bluthochdruck und Rampiril-Einnahme

Ich bin Anfang 50 und tauche seit drei Jahren. In der letzten Woche wurde bei einem Belastungs-EKG mit 175 Watt Bluthochdruck bei Belastung festgestellt (Grenzwert). Sonst liegt mein Blutdruck durchschnittlich bei 135/85 mmHg. Ein Herzultraschall steht noch aus. Ich nehme jetzt ein Mal täglich "Ramipril 5 mg". Darf ich damit weiter tauchen?

Luftverbrauch

In unserem Kreis aus Tauchern und Medizinern gab es kürzlich über folgende Frage eine Debatte ohne abschließendes Ergebnis: Ich, Divemaster mit über 500 Tauchgängen seit rund 20 Jahren in Kalt- und Warmgewässern, 59 Jahre alt, durchtrainiert, 1,76 Meter groß, 86 Kilogramm schwer, muskulös, starker Knochenbau, ehemaliger Multisportler, im Wasser völlig gelassen, verbrauche relativ zu Erfahrung, Stress und Qualifikation viel Luft (Vitalkapazität exp. ca. 6000). Wie stellt sich aus Ihrer Sicht der Zusammenhang zwischen Lungenvolumen und Luftverbrauch her?

Rückenschmerzen nach Abtauchen

Ich mache gerade einen Tauchschein und habe nach dem Abtauchen immer Rückenschmerzen. Ich hätte nicht gedacht, dass es mich erwischt, da ich Bestatter bin und tagtäglich "schwere Leute" schleppen muss. Ich kriege unter Wasser immer ein Hohlkreuz, kann aber nicht dagegen anarbeiten. Gibt es einen Tipp, den Sie mir geben können? Ich habe auch schon gedacht, ob eine Rückenstützorthese oder Bandage helfen könnte. Vielleicht können Sie mir was empfehlen. Vielen Dank schon einmal für Ihre Antwort!

Venenthrombose und Marcumar-Einnahme

Vor etwa drei Wochen wurde bei mir in der linken Wade nach einem Mittelfußbruch eine Venenthrombose festgestellt. Ich wurde mit 40 Heparinspritzen behandelt und soll nun für etwa drei bis sechs Monate "Marcumar" nehmen. Im September 2009 wurde ich am rechten Bein an der Venenklappe operiert. In rund drei Monaten möchte ich in den Tauchurlaub fahren und deshalb gern wissen, inwieweit meine Tauchtauglichkeit eingeschränkt ist.


Schnorcheln nach dem Tauchen

Wie die meisten Taucher bin ich im Urlaub auch "apnoe" unterwegs (bis rund acht Meter Tiefe). Jetzt mache ich mir Gedanken, wie hoch das Risiko ist, wenn man relativ kurz nach einem Gerätetauchgang wieder ohne Pressluft ins Wasser steigt. Einerseits atmet man ja nun nicht unter Wasser, eine zusätzliche Stickstoffsättigung kann es somit nicht geben. Auf der anderen Seite hat man ja aber eine gewisse Menge Stickstoff im Blut und wird beim Schnorcheln oder Apnoetauchen, gerade wenn man etwas tiefer geht, selten langsamer als zehn Meter in der Minute auftauchen. Ist das nicht ein Risiko? Ich frage das deswegen, weil manche Hersteller von Tauchcomputern sehr drastisch davor warnen und darauf hinweisen, dass die Wechselwirkungen nicht erforscht seien und es ein großes Risiko gäbe.

Tauchtauglichkeit bei Humira-Einnahme

Bei mir wurde Rheuma in Form der Psoriasis Arthritis diagnostiziert. Nach dem Durchlaufen von mehreren Medikamenten bin ich nun auf "Humira" umgestellt worden, was mich komplett beschwerdefrei leben lässt. Alle 14 Tage wird eine Injektion von "Humira" (Wirkstoff Adalimumab 40 Milligramm) subkutan injiziert. Nebenwirkungen gibt es bei mir keine erkennbaren. Sämtliche Schmerzmittel konnte ich komplett absetzen. Besteht eine Kontra-
indikation zwischen "Humira" und dem Tauchsport?



Pericarditis

Bei mir wurde eine akute Pericarditis (Herzbeutelentzündung; Anm. d. Red) diagnostiziert. Die durchgeführte Echokardiographie zeigte keine Auffälligkeiten. EKG: Sinusrhythmus, Linkstyp, HF 59/min, erhöhter ST-Abgang in I und aVL und in V2 bis V6, Herzzeiten in der Norm. Die symptomatische Therapie besteht aus drei Mal 400 Milligramm "Ibuprofen" unter Magenschutz mit „Pantozol“ für zunächst vier Wochen. Mein Kardiologe hat mir zunächst eine mindestens zwei- bis dreiwöchige Sportpause angeraten. Wann bin ich wieder tauchtauglich?

Zahn gezogen

Mir wird demnächst der Weisheitszahn rechts oben gezogen. Die Wurzel ist ganz gerade, so dass es hoffentlich recht problemlos sein wird. Wie viele Tage danach sollte ich nicht tauchen?


Stent

Vor Kurzem haben Sie einen Artikel über das Tauchen mit  Herzrhythmusstörungen beziehungsweise mit Herzschrittmacher oder implantiertem Defibrillator veröffentlicht. Mir wurde vor einer Woche ein Koronarstent eingesetzt. In drei Wochen wird mir noch ein zweiter Stent "eingepflanzt" (neuester Typ eines medikamentenbesetzten Stents; "Taxus Liberte Monorail" 30 mm x 20 mm). 
Ich bin 53 Jahre alt und tauche seit acht Jahren. Mein behandelnder Arzt (Kardiologe) riet mir, nicht mehr zu tauchen. Haben Sie Erkenntnisse, ob das Tauchen bis zu einer gewissen Tiefe, zum Beispiel bis zwölf Meter, doch möglich wäre?